Stiftung „Kultur im Landkreis“ Mainz-Bingen
Landrat verleiht Ehrenbriefe für kulturelles Engagement
Manfred Schneider, Sigrid Bänsch, Wilfried Buhl, Thea Weinheimer,
Brigitte Petry (Tochter von Roman Martin), Friedel Jouaux (verdeckt),
Johann Josef Schmitt, Rudi Schott, Joachim Schiff, Landrat Claus Schick.
Für diejenigen, die sich ehrenamtlich für das kulturelle Leben im Landkreis engagieren, zeichnete Landrat Claus Schick stellvertretend elf Persönlichkeiten mit dem Ehrenbrief des Landrats aus. Ausgelobt wird die Auszeichnung von der Stiftung „Kultur im Landkreis“. Dotiert ist sie mit je 250 Euro. Vorgeschlagen für diese Ehrung wurden die Ausgezeichneten von Vertretern aus Kommunalpolitik und kulturellen Vereinen.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Kreistagssaal stellte der Vorsitzende der Stiftung, Landrat Schick, den unschätzbaren Wert derer die in der Kulturarbeit im Hintergrund wirken, heraus: „Sie verleihen mit ihrem Engagement der Kultur im Landkreis Ansehen, Profil und Konturen. Das macht Sie zu nachahmenswerten Vorbildern der Gesellschaft“. Mit Stolz dürften die Gemeinden Klein-Winternheim, Sprendlingen, Oberheimbach, Nierstein, Nackenheim und die Städte Bingen, Ingelheim, Oppenheim und Gau-Algesheim auf engagierte Persönlichkeiten verweisen, deren Verdienste die Vorschlagenden jeweils in ihrer Laudatio darlegten. Die musikalische Darbietung von Barbara Schweikard-Sepehr, Pianistin aus Bingen, empfanden sowohl die Geehrten als auch die Gäste der Feierstunde als gelungene Bereicherung.
Mit dem Ehrenbrief für die Nackenheimer Manfred Schneider und Roman Martin wird deren jahrelanges gemeinsames Engagement im Carneval Verein Entenbrüder (CVE) Nackenheim gewürdigt. Beide sind seit vielen Jahren Vorstands- und seit 30 Jahren Komiteemitglieder, sie kümmern sich um die Dekoration des Vereinsheimes und sind außerdem beide Hallenwart. Beide sind Gründungsmitglieder des großen Rates des CVE und eifrige Helfer hinter den Kulissen. Schneider ist seit vielen Jahren verantwortlich für die Aktivenbar bei Sitzungen. Martin wirkte maßgeblich beim Bau des CVE-Heimes mit und war zehn Jahre Vizepräsident des CVE. Für Roman Martin, der noch im Urlaub weilt, nahm dessen Tochter die Auszeichnung entgegen.
Mit dem Ehrenbrief für Wilfried Buhl und Rudi Schott aus Nierstein wird deren gemeinsames Engagement für den Niersteiner Wartturm ausgezeichnet. Beide sind Mitglieder der Freunde und Förderer des Niersteiner Wartturms und halten Turm und Areal im Stande und in Ordnung, im Sommer fast täglich. Beide bringen und brachten sich finanziell zum Erhalt des Turms ein.
Walter Eichmann aus Bingen wirkte 2003 und 2006 in der Jury zum Kulturpreis Literatur der Stiftung „Kultur im Landkreis“ Mainz-Bingen mit. Er ist Gründer der Theater AG der Hildegardisschule in Bingen, sowie langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums der Volkshochschule in Bingen und Initiator des „Binger Literaturschiffs“. Auch bei den diesjährigen Rheinland-Pfälzischen Literaturtagen in Bingen hat er sich über die Maßen engagiert. Aufgrund eines Urlaubsaufenthalts konnte der Geehrte die Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen.
Der Klein-Winternheimer Johann Josef Schmitt ist im Vorstand der Kreisgruppe Mainz-Bingen des Landesjagdverbandes, er ist Obmann des jagdlichen Brauchtums und Ausbilder der Jagdscheinanwärter. Daneben setzt er sich für die Ausbildung und Werbung junger Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläser ein. Als aktives Mitglied des Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz und leitender Hornmeister belegte er bereits bei zahlreichen Wettbewerben den ersten Platz. Des weiteren wirkt er als Parforcehornbläser in den Hubertusmessen der Stadt Mainz und des Landkreises Mainz-Bingen mit.
Der aktive Blasmusiker Gisbert Wagner aus Sprendlingen ist seit vielen Jahren Vorsitzender der Gemeindekapelle Sprendlingen. Er ist Gründungsmitglied und Mentor des Kukidentorchesters Sprendlingen, ist seit über 60 Jahren Mitglied der schwarzen Doppelelf, seit 1995 dort Ehrenmitglied und eine feste Größe in der Sprendlinger Fastnacht. Seit über 25 Jahren ist er Vorstandsmitglied des Bläserchöre Diözesanvorstand Mainz und seit 1996 Ehrenvorstandsmitglied. Zudem gehört er dem katholischen Kirchenchor Sprendlingen an, in dem er zeitweise auch im Vorstand wirkte. Da Gisbert Wagner sich zurzeit leider noch von einem Krankenhausaufenthalt erholen muss, nahm dessen langjähriger Weggefährte Peter Schneider die Auszeichnung und Genesungswünsche für Gisbert Wagner von Landrat Claus Schick entgegen.
Thea Weinheimer hat sich in uneigennütziger Weise um das kulturelle Leben der Ortsgemeinde Oberheimbach verdient gemacht. Sie organisiert seit 15 Jahren ehrenamtlich kulturelle Veranstaltungen für ihre älteren Mitbürger und unterstützt außerdem seit 18 Jahren die Tschernobyl Kinderhilfe. Sie fördert darüber hinaus das einzigartige kulturelle Erbe der Ortsgemeinde, indem sie den „Schnorrtisch“ wieder hat aufleben lassen. Ein großes kulturelles Gut, das es so nirgendwo anders gibt.
Sigrid Bänsch macht sich in uneigennütziger Weise um das kulturelle Leben der Stadt Ingelheim verdient. Seit über 15 Jahren führt sie hervorragend und vorbildhaft das Archiv des Museums an der Kaiserpfalz. Zudem engagiert sie sich aktiv als Mitglied im historischen Verein Ingelheim.
Bis 2008 war der Oppenheimer Joachim Schiff in der Kulturinitiative Eigenart mit Leidenschaft dabei. Sein Einsatz gilt besonders dem Theater, der Musik und der Literatur. Daneben ist er Mitglied im Förderverein der Festspiele und trägt als beratende Kraft seit Jahren zum kulturellen Leben der Stadt bei.
Friedel Jouaux aus Gau-Algesheim ist Ehrenkommiteeter des Carnevalsvereins 1912. Er unterstützt tatkräftig die touristischen Arbeiten der Rathausscheune. Er ist aktives Mitglied und Gründungsmitglied der Chorgemeinschaft Cäcilia-Sängerlust. Und ebenfalls Gründungsmitglied der Gesellschaft für internationale Verständigung. Er knüpfte die ersten Kontakte zur heutigen Partnerstadt Saulieu in Burgund (Frankreich) und machte so den kulturellen Austausch erst möglich.