Musikalische Hommage an Felix Mendelssohn Bartholdy in Ingelheim

Anlass war 200. Geburtstag des bedeutenden Komponisten

Gruppenbild mit den nachfolgend genannten Personen
von links:
Peter Waldmann, Landesvorsitzender der jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz,

Barbara Schweikard-Sepehr (Piano), Landrat Claus Schick,

Historiker Andreas Ranke,
Jane Parsons (Cello), Pia Victoria Keitel (Sopran).


In den Kreistagsaal in Ingelheim hatte die Stiftung „Kultur im Landkreis“ Mainz-Bingen zu einer musikalischen Hommage anlässlich des 200. Geburtstages des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy geladen. Knapp 100 Besucher folgten der Einladung und erlebten einen Abend auf höchstem künstlerischem Niveau. Barbara Schweikard-Sepehr (Piano), Pia Victoria Keitel (Sopran) und Jane Parsons (Cello) sorgten für musikalische Einblicke in das Schaffen des großen Komponisten und ließen dessen Werk auf diese Weise wieder lebendig werden. So erfreuten sie die Zuhörer beispielsweise mit einer Cello-Sonate und Auszügen aus „Lieder ohne Worte“ in verschiedenen Ausführungen.

Landrat Claus Schick begrüßte das Publikum und wies auf den Bezug des Komponisten zur Region hin. „Im Juli 1837 verbrachte Felix Mendelssohn Bartholdy während seiner Hochzeitsreise einen Monat in Bingen. Seine Frau stammte aus Frankfurt, sein Onkel besaß ein großes Gut in Koblenz, wo er sich auch des Öfteren aufhielt. Dem in Hamburg geborenen Komponisten war der Südwesten Deutschlands also keinesfalls unbekannt“, so der Landrat. Begleitet wurde die musikalische Veranstaltung von einer kleinen Ausstellung von Erstausgaben des großen Philosophen Moses Mendelssohn, dem Großvater von Felix Mendelssohn Bartholdy. Als Leihgeber der Erstausgaben fungierte der rheinhessische Historiker Andreas Ranke, der dem Publikum ebenso Hintergrundinformationen zur Zeit und Person Felix Mendelssohn Bartholdys lieferte wie Peter Waldmann, der Landesvorsitzende der jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz. So sei Felix Mendelssohn Bartholdy einer der bedeutendsten Komponisten der deutschen Romantik gewesen. Zu seinen Kompositionen zählen etwa „Lieder ohne Worte“, die „Italienische Sinfonie“ oder der „Sommernachtstraum“, aus dem der berühmte Hochzeitsmarsch stammt, den wohl jeder schon einmal gehört hat. Daneben gab er unter anderem den Anstoß zur Wiederentdeckung des Werkes von Johann Sebastian Bach, war Gewandhaus-Kapellmeister in Leipzig und gründete dort auch das Konservatorium. Der Ausnahmekünstler wurde nur 38 Jahre alt.

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