Informationsveranstaltung im Ingelheimer Kreistagssaal sehr gut besucht

170 Besucher informieren sich über neue Patientenverfügung

Dozenten und Zuhörer der Veranstaltung im KreistagssaalZusätzliche Stühle mussten im Ingelheimer Kreistagssaal gestellt werden, da der Andrang bei der Informationsveranstaltung zur neuen Patientenverfügung außerordentlich groß war. Die Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen hatte in Zusammenarbeit mit den Betreuungsvereinen im Landkreis zu einer Informationsveranstaltung zur neuen Patientenverfügung eingeladen und 170 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt. „Das Thema interessiert die Menschen, es herrschen oft noch Unsicherheiten wie eine Patientenverfügung vor dem Hintergrund der neuen Gesetzeslage erstellt werden kann und aussehen soll. Daher war es absolut richtig, diese Veranstaltung anzubieten“, so der zuständige 3. Kreisbeigeordnete Burkhard Müller, der den Abend moderierte.

Peter Gilmer von der überörtlichen Betreuungsbehörde, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, stimmte die Gäste mit einem bewegenden Gedicht einer verstorbenen Seniorin, die ihren Lebensabend in einem Pflegeheim verbracht hatte, auf das Thema Patientenverfügung ein. Gilmer gab dabei zu bedenken, dass immer noch 80 Prozent aller Menschen in Behandlung sterben. Wer nicht vorher selbst bestimme, was im Rahmen einer Behandlung mit einem geschehe, der werde fremd bestimmt, so Gilmer. Wie jeder regele, was später mit seinem Haus oder Auto passiere, solle man auch regeln, was mit einem selbst geschehe. Dies könne man dadurch tun, indem man eine Vorsorgevollmacht, eine Kontovollmacht, eine Organspendeverfügung, eine Betreuungsverfügung und eben eine Patientenverfügung erstelle. Dr. Arnd May vom Recklinghausener Institut für Ethik in der Praxis ging anschließend genauer auf die Patientenverfügung ein und beleuchtete etwa auch die rechtliche Seite des Themas. Was er den zahlreichen Besuchern mit auf den Weg geben wolle, sei die Tatsache, dass jeder Mensch die Freiheit zu „unvernünftigen“ Entscheidungen besitze, sagte May. Anschließend hatte das Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Wer die Veranstaltung verpasst hat, sich aber gerne über das Thema Patientenverfügung informieren möchte, kann sich an Holger Marx wenden, den zuständigen Fachbereichsleiter der Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Telefon: 0 61 32 / 787 – 42 82.

Als weitere Ansprechpartner, die auch Informationsmaterial bereitstellen können, stehen zur Verfügung:

  • Betreuungsverein der AWO Mainz-Bingen e.V.
    Gaustr. 21, 55411 Bingen
    Tel.: 0 67 21 / 29 54
  • Betreuungsverein der Caritas Mainz e.V.
    Caritas-Zentrum St. Elisabeth
    Rochusstr. 8, 55411 Bingen
    Tel.: 0 67 21 / 91 77 - 30
  • Betreuungsverein des DRKKreisverbandes Mainz-Bingen e.V.
    Mitternachtsgasse 6, 55116 Mainz
    Tel.: 0 61 31 / 269 - 32
  • Betreuungsverein der Diakonie Ingelheim e.V.
    Binger Str. 218, 55218 Ingelheim
    Tel.: 0 61 32 / 78 94 - 12
  • Betreuungsverein der Lebenshilfe Mainz-Bingen e.V.
    Kurt-Schumacher-Str. 41b, 55124 Mainz
    Tel.: 0 61 31 / 33 70 08

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