Schülerbeförderung am Schulzentrum Nieder-Olm wird entkrampft
Neue Haltestelle soll Schülerströme entzerren
Mit Aufmerksamkeit verfolgt der Schulträger, der Landkreis Mainz-Bingen, die Entwicklung der Schülerzahlen im Schulzentrum Nieder-Olm. Das Schulzentrum an der Karl-Sieben-Straße ist nicht nur das größte Gymnasium des Landes Rheinland-Pfalz mit über 1 700 Schülerinnen und Schülern, in unmittelbarer Nachbarschaft besteht auch noch die Regionale Schule Nieder-Olm, die sukzessive in eine IGS überführt wird und es in der Endstufe auf rund 1200 Schüler bringen kann. Dieses hohe Schüleraufkommen verlangt dem Landkreis als Schulträger ein hohes Maß an Planung und Organisation ab, wobei die Buseinsatzpläne der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH (ORN) übertragen sind. Aus diesem Grund wurde vor Jahren bereits der „Omnibusbahnhof“ an der Karl-Sieben-Straße/Maler-Metten-Weg eingerichtet, wo passgenau und zeitlich aufeinander abgestimmt die Schülerströme einlaufen und nach Schulende wieder abgehen.Mehr als 22 Schulbusbewegungen, zum Teil auch mit eingesetzten Großraumbussen, sind täglich an diesem Ein- und Aussteigepunkt festzustellen, schließlich müssen zurzeit etwa 900 Schülerinnen und Schüler dort ein- und aussteigen. Mit dem tagtäglich hinzukommenden PKW-, Fahrrad- undKraftradverkehr kommt es zum Teil zu chaotischen Verkehrszuständen, unter denen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Anwohner der betroffenen Straßen leiden. Diese Problematik ist nicht neu, war aber für die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde und der Stadt Grund, mit dem Landkreis ein Gespräch zu suchen. Bürgermeister Ralph Spiegler, Verbandsgemeindebeigeordneter Erwin Malkmus für Ordnungsbehörde und Bau- und Planungsbereich, Stadtbürgermeister Dieter Kuhl, dem diese Herausforderungen mit Beginn seines Amtes auf den Tisch flatterten, und dem Ersten Kreisbeigeordneten Adam Schmitt war es wichtig, in einem ersten Gespräch die Gesamtlage zu analysieren und Lösungswege für eine Verbesserung der gesamten Verkehrslage in diesem Bereich aufzuzeigen. Hierbei wurde festgestellt, dass die Schülerzahlen, die mit PKW, Krafträdern oder Fahrrädern die Schule aufsuchen, eine sehr hohe Quote ausmachen, was ein zum Teil chaotisches Parken im unmittelbaren Umfeld des Schulzentrums erklärt. In einem 5-Punkte-Programm hat man sich, nach einer erneuten Begehung, mit den Geschäftsführern der ORN, auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt, um die Probleme zeitnah zu lösen.
Vom Schüleraufkommen her sind alle Beteiligten davon überzeugt, dass die Schülerströme entzerrt werden müssen. Das bedeutet, dass eine weitere Linienbushaltestelle geschaffen werden muss, die man auch bereits im Bereich des schon bestehenden Parkplatzes am Gymnasium, nahe der Selz, einrichten will. Die ORN wird mit Großraum- beziehungsweise Gelenkbussen in den nächsten Tagen eine Probefahrt durchführen, um die genauen Maße für die einzurichtende Bushaltestelle vorgeben zu können. Die Verbandsgemeinde wird die baulichen Voraussetzungen prüfen und konzipieren und gemeinsam mit dem Kreis dann umsetzen. Alle Gesprächsteilnehmer sind davon überzeugt, dass bei Verwirklichung dieser Ziele die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs – auch des ruhenden Verkehrs – für die Beteiligten wesentlich verbessert wird. Stadt, Verbandsgemeinde und Landkreis wollen dies zeitnah erreichen.