Lokales Bündnis für Familie startet Projektgruppe „Integrationslotsen“
Bereits zehnte Projektgruppe des Lokalen Bündnisses Mainz-Bingen

Dragica Petric, ehrenamtliche Beauftragte des Landkreises
für Integration und Migration, (6. v. rechts)
und Abteilungsleiterin Monika Kern-Wernersbach
von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen (8. v. rechts)
zusammen mit den anderen Teilnehmern
beim Gründungstreffen des Projektes „Integrationslotsen“.
Das Lokale Bündnis für Familie Mainz-Bingen hat mit den „Integrationslotsen“ seine zehnte Projektgruppe gegründet. Integrationslotsen sollen ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beim Integrationsprozess hilfreich zur Seite stehen. Wie genau dies erfolgen soll, wurde bei der Gründungsveranstaltung des Projekts in Ingelheim diskutiert. 15 Vertreterinnen und Vertreter aus neun verschiedenen Nationen und Kulturen, die sich an dem Integrationslotsen-Projekt beteiligen möchten und teilweise bereits ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf verschiedenste Weise behilflich sind, tauschten mit den Vertretern der Kreisverwaltung um die 2. Kreisbeigeordnete Irene Alt und Dragica Petric, die Beauftragte für Migration und Integration, erste Ideen aus.
Dabei wurde deutlich, dass die Hilfe von Integrationslotsen auf vielfältige Weise vonstatten gehen kann. Sei es Hilfe beim Gang zu Behörden, bei der Vermittlung von kulturellen Unterschieden oder Hilfe beim Spracherwerb: viele integrationswillige Menschen treffen auf eine ganze Reihe von Herausforderungen in unserem Land, bei denen sie Unterstützung benötigen. „Integrationslotsen können sowohl Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund als auch Deutsche sein“, stellte Irene Alt klar. Den Lotsen kommt dabei eine wichtige Rolle als Kulturvermittler zu. Deutsche kennen die Strukturen von Ämtern und Behörden und können auch als Integrationslotse zum Beispiel Infos zu Vereinsangeboten in ihrer Gemeinde liefern oder über die verschiedenen Schulformen aufklären. Ehrenamtliches und professionelles Netzwerk fügen sich auf diese Weise zusammen. Mehrsprachige Lotsen mit Migrationshintergrund können indes über Sprachbarrieren hinweghelfen oder bei Problemen aufgrund unterschiedlicher Religion oder eines anderen kulturellen Hintergrunds behilflich sein, da sie eventuell ähnliche Erfahrungen während ihres Integrationsprozesses gemacht haben. Daher soll auch ein Pool an muttersprachlichen Integrationslotsen eingerichtet werden, auf den Hilfesuchende zurückgreifen können.
Die Teilnehmer, die neben deutsch noch zusammengenommen polnisch, thailändisch, kurdisch, türkisch, marokkanisch, thailändisch, laotisch, englisch, arabisch, französisch, italienisch, kroatisch, slowenisch, bosnisch und russisch sprechen, verständigten sich auf ein zweites Treffen, bei dem dann ein Informationsflyer erstellt werden soll. Wer Integrationslotse werden will oder Fragen zu dem Projekt hat, wendet sich an Dragica Petric, die ehrenamtliche Beauftragte für Migration und Integration des Landkreises Mainz-Bingen: Telefonnummer 0 61 32 / 8 40 27 oder 0 61 32 / 787 - 10 71, Fax: 0 61 32 / 8 87 15, E-Mail: d.petric@gmx.net oder petric.dragica@mainz-bingen.de