Weilerer Hexen erstürmen die Kreisverwaltung an Altweiber

Fünf Gefangene werden nach Weiler auf den Dorfplatz entführt

Landrat Claus Schick verhandelt mit den Weilerer Hexen

Die Weilerer Hexen haben mit viel Tamtam und Getöse die Kreisverwaltung in Ingelheim erstürmt und sind in die Diensträume eingedrungen. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von den Kolleginnen der Behörde, die mit ihnen auf Krawattenjagd gingen. Dieser Übermacht hatten RNN-Geschäftsführer Wolfgang Hammermeister, Franz-Josef Riediger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe sowie die bewährten Kreis-Fassenacht-Größen Bernhard Knab („Deutscher Michel“) und Wolfgang Heinz, Sitzungspräsident und Vorsitzender der Schwarzen Elf Bingen, nichts entgegen zu setzen. Sie wurden von den Weilerer Hexen ebenso entführt wie Ricarda Kerl, die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises.

Auf dem Dorfplatz in Weiler angekommen, wurden die Gefangenen in den Hexenkäfig gesperrt, während Oberhexe Waltraud Klingler lautstark die Herrschaft der Weiber proklamierte. Die Gefangenen erlebten das närrische Hexenspektakel bei starkem Schneetreiben nur aus der Kerkerperspektive. Auch der Weilerer Ortsbürgermeister Erwin Owtscharenko musste in den Hexenkäfig. Die zahlreichen Flocken, die auf die Gekidnappten runterschneiten, hinterließen ein stattliches Schneepolster auf der Bühne, das jedem alpinen Skiort zur Ehre gereicht hätte. Dem Flehen nach Freigabe von Ricarda Kerl gaben die Hexen erst nach, als sich Landrat Claus Schick persönlich in den Hexenkessel wagte, um die Partnerschaftsbeauftragte freizukaufen. Ebenso setzte sich der 1. Kreisbeigeordnete Adam J. Schmitt mit einem Scheck für die Freilassung von RNN-Chef Wolfgang Hammermeister ein. Die erpressten „Lösegelder“ spenden die Weilerer Hexen wie in jedem Jahr für soziale Zwecke.

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