Schülerinnen und Schüler werden auf Lebensalltag vorbereitet

Trainingswohnung für Elisabethenschule Sprendlingen

An der Elisabethenschule in Sprendlingen, Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung, soll demnächst eine „Trainingswohnung“ eingerichtet werden. „Die Schülerinnen und Schüler mit geistiger Beeinträchtigung werden durch die Zeit, die sie in der Trainingswohnung verbringen, auf den Alltag nach dem Schulleben vorbereitet“, erklärt der für Schulen zuständige 1. Kreisbeigeordnete Adam J. Schmitt. Aus diesem Grund möchte Claus-Werner Dapper, Schulleiter der Elisabethenschule, die Trainingswohnung auch realitätsnah als ganz normale Wohnung konzipiert sehen: „Einen behindertengerechten Vollumbau halte ich nicht für zielführend. Auf dem Wohnungsmarkt finden unsere Schüler später schließlich ja kaum Wohnraum für beeinträchtige Menschen vor, sondern eben nur ganz normale Wohnungen.“ Im Herbst sollen die ersten Schüler in die Trainingswohnung einziehen können. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion hat das Vorhaben bereits abgesegnet. Im April entscheiden dann die Kreisgremien.

Auch den Eltern gefällt das Projekt: “Das pädagogische Konzept der Trainingswohnung hat mich überzeugt. Die Idee, die Jugendlichen in einer realitätsnahen Umgebung auf den Lebensalltag vorzubereiten, ist sehr gut“, sagt Alexandra Koschorreck, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Bianca von der Weiden aus dem Schulelternbeirat ergänzt:  „Wir haben mit dem Landkreis wirklich eine tolle Sache vereinbart, was auch in puncto Umsetzung der UN-Konvention ein großer Schritt ist.“ Etwa sechs Schüler werden zukünftig in der Trainingswohnung leben. Das ist ungefähr auch die Größe einer Klasse in der Elisabethenschule. „Durch den freien Platz, der durch die Schaffung der Trainingswohnung entsteht, wird sich die Raumsituation in der Schule auch entspannen“, sagt Kreisbeigeordneter Schmitt. Daneben soll aber die Möglichkeit eines Gebäudeanbaus nicht aus dem Auge verloren werden. Hier kommt es jedoch darauf an, wie sich die Schülerzahl entwickelt, damit nicht Gelder für neue Klassenräume ausgegeben werden, die dann nachher leer stehen.

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