Landrat Schick freut sich über Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Kreis
35 Interessierte bei Informations-Veranstaltung des WEISSEN RINGS in Ingelheim
Nachdem sich Landrat Claus Schick und Karl-Heinz Weber, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mainz und Vorsitzender des WEISSEN RINGS Rheinland-Pfalz, bereits im März zu vorbereitenden Gesprächen zur Gründung einer Außenstelle des WEISSEN RINGS im Landkreis Mainz-Bingen getroffen hatten, konnte der Landrat nun 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Kreisverwaltung zu einer Informations-Veranstaltung der Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität begrüßen. Der Landrat freute sich über die hohe Zahl von Interessierten, die in die Kreisverwaltung in Ingelheim gekommen waren. „Dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger für andere engagieren wollen, zeigt einmal mehr den hohen Stellenwert, den das Ehrenamt im Landkreis Mainz-Bingen einnimmt“, lobte Schick. Immerhin liege der Landkreis Mainz-Bingen in der Spitzengruppe aller Städte und Landkreise im bundesweiten Vergleich der ehrenamtswilligen Bürgerinnen und Bürger.
Auch die Vertreter des WEISSEN RINGES, Gabriele Fleissner von der Außenstelle Alzey-Worms und Heinz Brill, Stellv. Landesvorsitzender, von der Außenstelle Bad Kreuznach zeigten sich angetan vom großen Interesse und dem Willen der Bürgerinnen und Bürger, anderen Menschen in Notsituationen, die durch eine Straftat sowohl psychische, körperliche als auch finanzielle Einschnitte erlitten haben, beizustehen.
Der Stellvertretende Landesvorsitzende Heinz Brill erläuterte Aufgaben und Satzungsziele des Vereins. Sehr interessiert zeigten sich die Zuhörer bei der Schilderung anonymisierter Fallbeispiele, an denen die Hilfsmöglichkeiten der Opferhilfsorganisation dargelegt wurden. Gabriele Fleissner machte dabei deutlich, dass die Unterstützung, die der WEISSE RING bieten kann, weitgehend von der Initiative und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängen. Dass der WEISSE RING dabei sehr wohl vielfältige finanzielle Hilfen ermöglicht, ist angesichts mancher tatbedingter Notlagen zwingend.
Die Erwartungen, die an die künftigen ehrenamtlichen Helfer gestellt werden, sind freie Zeit, Empathie, Freude am Umgang mit Menschen, Teamfähigkeit und ein großes Stück Herzenswärme. Dabei komme die fortlaufende Schulung der Ehrenamtlichen nicht zu kurz.
Vielen Fragen stellten sich die beiden Vertreter des WEISSEN RINGS über mehr als 90 Minuten, was nur das Gesamtbild des regen Interesses abrundete. Nun hoffe man, dass viele Interessenten nach den Ausführungen zur Arbeit in der Opferhilfe bereit sind, den Start in das neue Ehrenamt zu wagen. Dank gelte der tatkräftigen Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung und dem persönlichen Engagement des Landrats Claus Schick, so Brill.
Beeindruckt zeigte sich Schick von der menschlichen und fachlichen Hilfe, die die Freiwilligen des WEISSEN RINGS in ihrer Freizeit leisteten, um die Situation betroffener Kriminalitätsopfer und ihrer Angehörigen zu verbessern. Nun gilt es, mit der Gründung einer Außenstelle den Betroffenen flächendeckend einen Ansprechpartner vor Ort anbieten zu können. Landrat Schick und Manfred Heinisch, der zuständige Leitende Staatliche Beamte der Kreisverwaltung, sagten zu, die Aktivitäten des WEISSEN RINGS unterstützend zu begleiten. Heinisch wies zudem darauf hin, dass der Landkreis neben den gesetzlich geregelten hoheitlichen Aufgaben der Behörde einen besonderen Schwerpunkt auf die Kriminalprävention legt. „Dazu gehört unter anderem die Einrichtung von kriminalpräventiven Räten. Die Gründung einer Außenstelle des WEISSEN RINGS ist somit eine wertvolle Ergänzung des Gesamtspektrums“, so Heinisch.