Ehrenamtsförderprogramm des Landkreises Mainz-Bingen
„Hinter jeder geförderten Projekt stehen Menschen, die sich engagieren“
„Ein voller Erfolg“, mit diesem kurzen Satz beschreibt Landrat Claus Schick die Bilanz des Ehrenamtsförderprogramms, dass die Kreisverwaltung in den vergangenen vier Jahren aufgelegt hatte. In Zahlen ausgedrückt: Zwischen 2007 und 2010 wurden 562 Projekte gefördert. Die Gesamtsumme der finanziellen Unterstützung betrug 11 Millionen Euro.Zunächst waren vom Kreistag für die Jahre 2007 bis 2009 zehn Millionen Euro bewilligt worden. Im Haushalt 2010 wurde noch einmal eine Millionen Euro eingestellt, um die hohe Zahl an Anträgen die noch vorlagen, bedienen zu können. Es konnten Förderanträge für vorhandene Projekte gestellt werden, die mit maximal 50 000 Euro unterstützt wurden, Abhängig von der Finanzkraft der jeweiligen Kommune wurden bis zu 90 Prozent der Kosten übernommen. Für die 2010er Projekte war die Höchstgrenze auf
20 000 Euro gesenkt worden, um auch alle noch vorliegenden Projekten fördern zu können.
„Wir haben ein Förderprogramm gestemmt, das es so in Rheinland-Pfalz noch nicht gegeben hat. Damit haben wir einen neuen Weg beschritten, um unserer Ausgleichsfunktion gerecht zu werden und ehrenamtliches Engagement in den Kommunen und damit auch die Kommunen selbst zu stärken und unterstützen“, so Schick. „Wir wissen alle, wie wichtig und unverzichtbar das ehrenamtliche Engagement für die Gemeinschaft ist, das heute in den Vereinen, Initiativen und den gesamten Gemeinden geleistet wird. Deshalb freut es mich auch, dass das Ehrenamtsprogramm über alle Parteigrenzen hinweg unterstützt und alle Bewilligungen im zuständigen Kreisausschuss stets einstimmig gefasst wurden.“
Die größte Fördersumme wurde für Bau, Umbau und Renovierung von Vereinsheimen, Probe- und Lagerräume von Vereinen ausbezahlt, nämlich rund 2 Millionen Euro, für den Bau und die Ausstattung von Sportanlagen und Sportvereinen fast ebenso viel. 1,7 Millionen Euro wurden für Dorfgemeinschaftshäuser, Mehrzweckhallen, Bürgerhäuser und vereinseigene Häuser aufgewendet, 1,2 Millionen Euro floss in die Verschönerung von öffentlichen Wegen, Plätzen und Anlagen. Mit rund 800 000 Euro konnten Musik- und Gesangsvereine bei der Anschaffung von Instrumenten und Notenblättern unterstützt werden, mit fast 640 000 Euro wurden Spielplätze und Freizeitanlagen ausgestattet.
617 000 Euro kamen Kindergärten zu Gute und mit über einer halben Millionen Euro wurden die Jugendarbeit, Schulen und Bildungseinrichtungen unterstützt. Dazu kommen bewilligte Anträge aus den Bereichen Bürger- und Seniorentreffs, Gebäudesanierungen, Feuerwehr und Rettungswesen, Wohlfahrtspflege und Kirchen sowie die Denkmalpflege.
„Hinter jedem einzelnen der 562 Förderungen steht ein Verein, eine Gruppe oder Initiative, in die sich Menschen mit ihrer Kraft, ihrem Wissen und ihrer Zeit einbringen. Menschen, die tagtäglich unentgeltliche Arbeit leisten, um sich für andere Menschen und ihre Gemeinde einzusetzen, um das Gemeinwohl voran zu bringen. Das verdient höchste Anerkennung und die wollten wir mit diesem Programm zum Ausdruck bringen.“ Er hoffe, dass das Programm in Zukunft weitergeführt werden könne, wenn die finanzielle Ausstattung des Kreises dies zulasse.