Detaillierte Informationen Auslandsförderung

Zuständigkeit (bundesweit)

  • für die Bearbeitung aller Anträge für Frankreich, also auch für die Stadt Paris sowie für die französischen Überseedepartements wie Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, Neukaledonien und La Réunion sowie in Andorra und Monaco, wenn der Auszubildende seinen ständigen Wohnsitz im Bundesgebiet hat
  • für Grenzpendler, also für Auszubildende, die von ihrem ständigen Wohnsitz im Bundesgebiet eine Ausbildungsstätte in Frankreich bzw. Andorra und Monaco besuchen und täglich die Grenze überschreiten und die Ausbildung jetzt beginnen
  • für Deutsche, die einen ständigen Wohnsitz im Ausland haben und von dort aus eine Ausbildungsstätte in Frankreich, Andorra oder Monaco besuchen



Allgemeines

  • hierzu ist ein schriftlicher Antrag zu stellen (möglichst 6 Monate vor Ausbildungsbeginn)
  • die Förderung erfolgt ab Ausbildungsbeginn im Ausland, frühestens ab Antragsmonat



Voraussetzungen in der Übersicht

  • als gleichwertig anerkannte Ausbildungsstätte (Gymnasium, Berufsfachschule, Fachoberschule, Fachschule, Höhere Fachschule, Akademie oder Hochschule)
  • bei Studien: Einschreibung in dem bisherigen Studienfach
  • beim Besuch einer gymnasialen Oberstufe: Einschreibung in die nächste Klassenstufe (in der Regel 11. Klasse)
  • bei Praktikum: Nachweis der Praktikantenstelle
  • Förderung nur für einen eingeschränkten Personenkreis (Deutsche, EU-Bürger, Asylberechtigte sowie bestimmte Ausnahmen bei ausländischen Studierenden)



Voraussetzungen im Einzelnen

Nach § 5 Abs. 2 BAföG wird Auszubildenden, die ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben, Ausbildungsförderung geleistet für den Besuch einer im Ausland gelegenen Ausbildungsstätte, wenn
  • der Besuch der Ausbildung nach dem Ausbildungsstand förderlich ist und zumindest ein Teil dieser Ausbildung auf die vorgeschriebene oder übliche Ausbildungszeit angerechnet werden kann [ein- oder zweisemestrige Kurzzeit-Auslandsstudien] oder
  • im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einer deutschen und mindestens einer ausländischen Ausbildungsstätte die aufeinander aufbauenden Lehrveranstaltungen einer einheitlichen Ausbildung abwechselnd von den beteiligten deutschen und ausländischen Ausbildungsstätten angeboten werden [integrierte Studiengänge] oder
  • eine Ausbildung an einer Ausbildungsstätte in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz aufgenommen oder fortgesetzt wird [Regelfall in der EU] die Auslandsausbildung ist dann für die gesamte Studiendauer im Ausland möglich.

  • Master- oder Magisterstudiengänge innerhalb der Europäischen Union sind im Regelfall förderungsfähig, bei Zutreffen bestimmter Voraussetzungen sogar ohne einen vorherigen Bachelor-Abschluss.
  • Ausbildungsförderung wird auch für die vorlesungsfreie Zeit gewährt. Bitte beachten sie dies bei der Antragstellung. Maßgebend hierbei ist die Dauer der Einschreibung.
  • Ausbildungsförderung wird bis zum Bestehen der Abschlussprüfung, beim Besuch einer Hochschule bis zum Zeitpunkt des letzten Prüfungsteils geleistet. Hieran anschließende Zeiten des Aufenthalts am Ausbildungsort (z.B. bis zur Aushändigung des Diploms) können nicht berücksichtigt werden.
  • Ein Studiensemester muss in der Regel mindestens 6 Monate oder ein Semester dauern, findet es im Rahmen einer mit der besuchten Ausbildungsstätte vereinbarten Kooperation statt, muss es mindestens 12 Wochen dauern.
  • Ein Praxissemester muss mindestens 12 Wochen dauern.
  • Ausbildungsförderung wird nicht für berufliche Ausbildungen gewährt
  • Die im Ausland verbrachte Ausbildungszeit bleibt – unter bestimmten Voraussetzungen – ganz oder teilweise unberücksichtigt und führt zur Erhöhung der Förderungshöchstdauer, höchstens jedoch um ein Jahr.



Beachten Sie bitte bei der Einschreibung

Bitte bestehen Sie in jedem Falle - also auch und gerade bei Teilnahme an einem Erasmus-Programm - auf einer Einschreibung an der französischen Universität in Ihrem Studienfach. Nur dann ist eine Weiterförderung möglich. Nicht anerkannt werden kann z.B. eine Einschreibung in “Relations Internationales, Echanges Internationales oder Inscription non definié”. In diesen Fällen ist zusätzlich ein Nachweis über die tatsächlich besuchten Vorlesungen vorzulegen.

Versuchen Sie, eine vorläufige Einschreibung (mit Angabe des Studienfaches) zu erhalten und uns diese frühzeitig vorzulegen.

Die Absolvierung von Sprachkursen (Kurse an einem Centre International D’Éudes Francaises, Institut D’Études Francaises Pour Étudiants Étrangèrs, Centre D’Études Francaises Pour Étrangèrs u.ä.) ist in der Regel nicht förderungsfähig. Ausgenommen hiervon sind zweisemestrige Kurse mit dem Abschluß des “Diplome Supérieure D’Études Francaises troisième degré”, in denen eine volle Anrechnung auf die im Bundesgebiet durchgeführte Ausbildung erfolgt.

Dies gilt auch für die Sprachkurse, die (in der Regel im September) vor Beginn des eigentlichen Studiums durchgeführt werden, auch diese sind nicht förderungsfähig.



Besonderheit beim Besuch eines Gymnasiums

Förderungsfähig ist hier in der Regel nur der Besuch der 11. Klasse. Soweit in einzelnen Bundesländern das Abitur nach 12 Schuljahren erlangt wird, gilt dies entsprechend für die 10. Klasse. Die Prüfung erfolgt von Amts wegen. Förderungsfähig ist jedoch nur ein Schuljahr.



Besonderheit bei einem Praktikum

Wird im Zusammenhang mit dem Besuch einer im Inland gelegenen bestimmten Berufsfachschule, zweijährigen Fachschulklasse. Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule oder mit dem nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 geförderten Besuch einer in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union gelegenen vergleichbaren Ausbildungsstätte ein Praktikum gefordert, so wird für die Teilnahme an einem Praktikum im Ausland Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn die Ausbildungsstätte oder die zuständige Prüfungsstelle anerkennt, dass diese fachpraktische Ausbildung den Anforderungen der Prüfungsordnung an die Praktikantenstelle genügt. Bei allen Praktika beschränkt sich die Förderung auf die vorgeschriebene Mindestdauer des Praktikums.



Leistungen

  • Bedarfssatz eines nicht zuhause lebenden Studierenden (derzeit 597,00 Euro) oder eines Schülers eines Gymnasiums, Fachoberschule, Fachschule einer Höheren Fachschule oder Berufsfachschule (Betrag je nach Schulart)
  • für die Hinreise zum Ausbildungsort sowie für eine Rückreise ein Reisekostenzuschlag in Höhe von je 250,00 Euro innerhalb Europas, sonst je 500,00 Euro.
  • Die täglichen Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte werden nicht erstattet.
  • die nachweisbar notwendigen Studiengebühren - längstens für die Dauer eines Jahres, höchstens 4.600 € -  (Nachweis ist vorzulegen)
  • Kosten der Krankenversicherung (bis zu 62,00 Euro) sofern bei einer Krankenkasse ein freiwilliger Versicherungsschutz vorhanden ist und weiteren 11,00 Euro, wenn eine Pflegeversicherung besteht. Dies gilt in beiden Fällen nur, wenn tatsächlich auch Beiträge gezahlt werden (Nachweise sind vorzulegen).
  • der auslandsbedingte Mehrbedarf in Form von Studiengebühren wird als Zuschuss, der Grundbedarf je zur Hälfte als Zuschuss/Darlehen geleistet, sofern sich ein Förderungsbetrag errechnet.
  • für unterrichts- und vorlesungsfreie Zeiten vor Beginn und nach Beendigung des Besuchs der im Ausland gelegenen Ausbildungsstätte wird - soweit gleichzeitig eine Einschreibung besteht - Förderung geleistet!!!
  • dem Gesamtbedarf steht das anzurechnende Einkommen der Eltern gegenüber, d.h., aus der Differenz zwischen Gesamtbedarf und anzurechnendem Einkommen ergibt sich der Förderungsbetrag



Förderungsdauer:

  • Bei Kurzzeit-Auslandsstudien: bis zu zwei Semester, ansonsten
  • unbegrenzt innerhalb der EU, wenn
    • im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einer deutschen und mindestens einer ausländischen Ausbildungsstätte die aufeinander aufbauenden Lehrveranstaltungen einer einheitlichen Ausbildung abwechselnd von den beteiligten deutschen und ausländischen Ausbildungsstätten angeboten werden [integrierte Studiengänge] oder
    • im Rahmen einer Ausbildung im Bundesgebiet die Ausbildung in der EU fortgesetzt wird oder
    • die Ausbildung in der EU oder Schweiz aufgenommen oder fortgesetzt wird.



Besondere Hinweise

  • Mangelhafte Unterlagen verzögern die Bearbeitungszeit.
  • Vermeiden Sie bitte Nachfragen zum Bearbeitungsstand - Sie werden zu gegebener Zeit angeschrieben. So tragen Sie zur Beschleunigung des Arbeitsablaufes bei.
  • Legen Sie uns möglichst frühzeitig eine vorläufige Einschreibung (mit Angabe des Studienfaches und der Studienstufe z.B. Licence 2) vor. Ohne diese ist eine Zahlungsaufnahme nicht möglich. Die endgültige Einschreibung ist - im Original - baldmöglichst nachzureichen.
  • Der Antrag sollte so rechtzeitig gestellt werden, dass er nach Möglichkeit mindestens 6 Monate vor Beginn der Ausbildung im Ausland vorliegt.
  • Datenerfassung, Bescheiderstellung und Auszahlung erfolgt mittels EDV. Die Eingabe der Daten ist erst möglich, wenn Ihr Antrag im wesentlichen vollständig ist. Eine Wartezeit von einigen Wochen ist auch durch das technische Verfahren der EDV bedingt, da der Druck des Leistungsbescheides extern erfolgt. Wir bitten also um Ihr Verständnis, dass Ihr Antrag nicht innerhalb weniger Wochen beschieden werden kann.
  • Bewerbungs- und Einschreibemodalitäten an den ausländischen Ausbildungsstätten bitten wir direkt dort oder bei der Studienberatung Ihrer Heimatuniversität zu erfragen.
  • Die Weitergewährung von Förderungsleistungen für Ihr nächstes Studienjahr setzt eine rechtzeitige Antragstellung bei uns oder dem für Ihr Weiterstudium im Inland zuständigen Amt für Ausbildungsförderung voraus.

Diese Information erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; auch kann hiervon kein Rechtsanspruch abgeleitet werden!



 

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Ihren BAföG-Antrag können Sie jetzt ganz bequem von Ihrem PC als E-Antrag stellen.

Bitte füllen sie diesen Antrag vollständig aus, speichern ihn – falls gewünscht – ab, drucken ihn auf DIN 4 aus, unterschreiben ihn und senden ihn per Post an unsere Adresse.



Sie erhalten die Formulare und Vordrucke aber auch zum Download (PDF):


Ansprechpartner/innen

Buchstaben A, J, L, V:
Frau Fuchs
Tel.: 0 61 32 / 787-32 40
E-Mail an Frau Fuchs

Buchstabe B:
Frau Siemer
Tel.: 0 61 32 / 787-32 35
E-Mail an Frau Siemer

Buchstaben C, E, S:
Herr Pieper
Tel.: 0 61 32 / 787-32 54
E-Mail an Herrn Pieper

Buchstabe D, F:
Frau Krämer
Tel.: 0 61 32 / 787-32 42
E-Mail an Frau Krämer

Buchstabe G, N:
Herr Bertram
Tel.: 0 61 32 / 787-32 31
E-Mail an Herrn Bertram

Buchstabe H:

Frau Brückbauer
Tel.: 0 61 32 / 787-32 38
E-Mail an Frau Brückbauer

Buchstaben I, P, Q, R:
Frau Braum
Tel.: 0 61 32 / 787-32 32
E-Mail an Frau Braum

Buchstaben W, Z:
Frau Mutschke-Müller
Tel.: 0 61 32 / 787-32 45
E-Mail an Frau Mutschke-Müller

Buchstabe K:
Herr Hanselmann
Tel.: 0 61 32 / 787-32 41
E-Mail an Herrn Hanselmann

Buchstaben M:
Herr Hamm
Tel.: 0 61 32 / 787-32 37
E-Mail an Herrn Hamm

Buchstaben O, Sch, St:
Herr Strieth
Tel.: 0 61 32 / 787-32 36
E-Mail an Herrn Strieth

Buchstaben T, U, X, Y:
Frau Frädert
Tel.: 0 61 32 / 787-32 33
E-Mail an Frau Frädert