ESF-Bundesprogramm - Zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter nach dem SGB II auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Im Bereich der Grundsicherung SGB II ist der Anteil langzeitarbeitsloser Männer und Frauen (Arbeitslosigkeit länger als ein Jahr) in den vergangenen Jahren nur geringfügig gesunken. Gerade der Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt gestaltet sich für Langzeitarbeitslose aufgrund komplexer Problemlagen als besonders schwierig.

Mit dem ESF Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt wird, sollen gezielt Arbeitgeber angesprochen werden, die langzeitarbeitslosen Erwerbsfähigen eine Chance geben möchten. Anfängliche Minderleistungen der Arbeitnehmer/innen werden den Arbeitgebern mittels Lohnkostenzuschuss ausgeglichen. Darüber hinaus können, falls erforderlich, die Erwerbslosen vor der Arbeitsaufnahme oder während des Beschäftigungsverhältnisses qualifiziert werden.


Für Arbeitnehmer/innen wird in Absprache mit dem Arbeitgeber ein individueller Förderplan erstellt. Sie werden während der geförderten Beschäftigung von einem Coach des Jobcenters Mainz-Bingen betreut.


Förderziel:

  • Erhalt und Stabilisierung der neu aufgenommenen Beschäftigung und somit langzeitige Integration

  • Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit


Förderfähiger Personenkreis:

Förderungsfähig sind grundsätzlich nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Voll- oder Teilzeit (mind. 20 Stunden/Woche), unbefristet oder befristet mit einer Laufzeit von mindestens 24 Monaten.


Normalförderung:

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte gem. § 7 SGBII,

  • die mindestens 2 Jahre ohne Unterbrechung arbeitslos gemeldet sind,

  • das 35. Lebensjahr vollendet haben
  • über keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen und

  • nicht auf andere Weise in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden können


Lohnkostenzuschüsse Normalförderung:

(Grundlage ist das berücksichtigungsfähige Arbeitsentgelt)

Zuschüsse für die Dauer der

  • sechsmonatigen Einstiegsphase: 75%

  • neunmonatigen Stabilisierungsphase: 50%

  • dreimonatigen Leistungsphase: 25%
  • innerhalb der sechsmonatigen Nachbeschäftigungsphase keine Förderung


Intensivförderung:

Personen, die über die unter Normalförderung genannten Kriterien hinaus

  • in den letzten 5 Jahren arbeitslos waren und

  • mindestens ein weiteres in der Person liegenden Vermittlungshemmnis aufweisen


Lohnkostenzuschüsse Intensivförderung:

(Grundlage ist das berücksichtigungsfähige Arbeitsentgelt)
Zuschüsse für die Dauer der

  • zwölfmonatigen Einstiegsphase: 75%

  • zwölfmonatigen Stabilisierungsphase: 65%

  • zwölfmonatigen Leistungsphase: 50%


Formulare zum Download (PDF):

Ansprechpartner/in

Frau Paulus
Tel.: 0 61 32 / 787-60 62
E-Mail an Frau Paulus

Frau Purper
Tel.: 0 61 32 / 787-60 66
E-Mail an Frau Purper

Programm-Websites


Link: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Link: Europäischer Sozialfonds für Deutschland

Link: Europäischer Sozialfonds der EU-Kommission

Link: