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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Rheinhessen angekommen: Sowohl im Landkreis Mainz-Bingen als auch im Nachbarlandkreis Alzey-Worms sind tote Wildschweine gefunden worden, bei denen das ASP-Virus festgestellt wurde. Im Mainz-Binger Fall fehlt noch die letzte Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut.

Es gibt nun verschiedene Schutzzonen, in denen unterschiedliche Vorgaben und Vorschriften gelten. Unterschieden wird dabei eine Infizierte Zone in einem größeren Radius und ein Kerngebiet, das etwa drei Kilometer rund um den Fundort platziert ist. Die Vorgaben für die jeweiligen Bereich werden per Allgemeinverfügung geregelt unter anderem gelten partielle Jagdverbote und strenge Hygienevorschriften für Schweinehalter.

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hat sich im Landkreis eine Krisen-Koordinationsgruppe unter Leitung von Landrätin Dorothea Schäfer und dem Beigeordneten für das Veterinäramt, Erwin Malkmus, gebildet. Zudem ist Mainz-Bingen Teil des regionalen Tierseuchenverbundes, dessen Krisenzentrum in Alzey sitzt. Ziel ist die gemeinsame Bekämpfung und die grenübergreifende Zusammenarbeit. In dieser Vorgehensweise wurde der Landkreis Mainz-Bingen auch von Experten des EU Veterinary Emergency Team (EUVET) maßgeblich bekräftigt. 

Um das Risiko der Weiterverschleppung der Seuche zu minimieren, ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Es ist wichtig, Wildschweine in ihrer natürlichen Umgebung zu halten. Zudem muss dringend vermieden werden, Wildschweine zu beunruhigen, da dies zu einer natürlichen Fluchtreaktion führt. Deshalb sollte auf Freizeit- und Badeaktivitäten im Bereich am Rhein zwischen Bodenheim und Guntersblum verzichtet werden.

Wer tote Wildschweine findet, soll dies beim Veterinäramt melden (bt41mnz-bngnd oder 06132/787-4102). Die Jäger unterstützen derzeit den Landkreis bei der Überprüfung im Mainz-Binger Teil des 15-Kilometer Schutzradius.

Die Betriebe, die im Landkreis Mainz-Bingen Hausschweine halten, sind mittlerweile vom Veterinäramt überprüft. Hier gibt es keine Fälle und auch die Hygienevorschriften werden überall eingehalten.

Karte: Kerngebiet und infizierte Zone Mainz-Bingen (Stand 12.7.2024)
Karte: Kerngebiet und infizierte Zone Mainz-Bingen (Stand 12.7.2024)

Hintergrund

Die ASP ist eine virusbedingte Erkrankung der Haus- und Wildschweine, die für den Menschen ungefährlich ist. Der Erreger ist hochansteckend und führt in der Regel zum Tod des infizierten Tieres. Leider ist das Virus so widerstandsfähig, dass es zum Beispiel auch im Reifenprofil von Fahrzeugen oder an Kleidung – insbesondere an Schuhen – haften bleibt. Auf diese Weise kann die ASP sehr schnell und weit verschleppt werden kann. Ein weiteres Risiko stellen Lebensmittel aus nicht durcherhitztem Fleisch von infizierten Tieren dar, zum Beispiel Salami oder Rohschinken. Für Menschen ist der Verzehr unbedenklich. Die Gefahr einer Verschleppung des Virus in freie Regionen und Bestände ist aktuell sehr hoch und hätte weitreichende Folgen. 

Fragen und Antworten

Die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) hat den Landkreis Mainz-Bingen erreicht. Bei einem Wildschwein, das im Oppenheimer Wäldchen gefunden wurde, ist die erste, zuvor veranlasste Beprobung durch das Landesuntersuchungsamt (LUA), positiv. Die Bestätigungsuntersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Der Landkreis Mainz-Bingen hat aber bereits Vorkehrungen getroffen und Vorgaben für Restriktionsgebiete gestellt. 

Auch im Nachbarlandkreis Alzey-Worms wurden bereits Fälle festgestellt.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fast immer tödlich verlaufende Viruserkrankung, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt.

Nein, Menschen können sich nicht mit dem Virus infizieren. Auch der Verzehr von infiziertem Fleisch ist ungefährlich, spielt jedoch bei der Weiterverbreitung des Virus eine Rolle.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine tödlich, für andere Tiere und den Menschen ungefährlich.

Das ASP-Virus kann über verschiedene Wege von Schwein zu Schwein übertragen werden, hauptsächlich wird es über direkte Kontakte zwischen infizierten Tieren oder durch den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere übertragen. Eine besondere Rolle spielen aber Lebensmittel, die aus infizierten Schweinen hergestellt wurden und von nicht-infizierten Tieren – etwa über achtlos weggeworfene Reste – aufgenommen werden können. Deshalb sollten Lebensmittelreste so entsorgt werden, dass sie für Wildschweine unerreichbar sind. 

Um die Einschleppung der ASP in die Hausschweinebestände auf dieser Rheinseite zu verhindern und das Risiko der Weiterverschleppung der Seuche über Wildschweine zu minimieren, ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Es ist wichtig, Wildschweine in ihrer natürlichen Umgebung zu halten. Zudem muss dringend vermieden werden, Wildschweine zu beunruhigen, da dies zu einer natürlichen Fluchtreaktion führt. Deshalb bittet die Kreisverwaltung Mainz-Bingen alle Bürgerinnen und Bürger, auf Freizeit- und Badeaktivitäten im Bereich am Rhein zwischen Bodenheim und Guntersblum zu verzichten.

Der Verzehr von infiziertem Fleisch ist für Menschen ungefährlich, spielt jedoch bei der Weiterverbreitung des Virus eine Rolle. Speisereste sollen deshalb unbedingt in verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden, damit diese nicht von Wildschweinen gefressen werden. 

Wer tote Wildschweine findet, soll dies beim Veterinäramt melden (bt41mnz-bngnd oder 06132/787-4102). Die Jäger unterstützen derzeit den Landkreis bei der Überprüfung im Mainz-Binger Teil des 15-Kilometer Schutzradius.

Es gibt verschiedene Schutzzonen, in denen unterschiedliche Vorgaben und Vorschriften gelten. Unterschieden wird dabei eine Infizierte Zone in einem größeren Radius und ein Kerngebiet, das etwa drei Kilometer rund um den Fundort platziert ist. Die Vorgaben für die jeweiligen Bereich werden per Allgemeinverfügung geregelt unter anderem gelten partielle Jagdverbote und strenge Hygienevorschriften für Schweinehalter.

Karte: Kernzone und infizierte Zone Mainz-Bingen (Stand 12.7.2024)
Karte: Kernzone und infizierte Zone Mainz-Bingen (Stand 12.7.2024)

Es dürfen keine Schweine in das betroffene Gebiet gebracht oder aus dem betroffenen Gebiet herausgebracht werden. Es gibt im Landkreis und in Mainz etwa 300 bis 400 Hausschweine. Die Amtstierärzte des Veterinäramtes haben diese Bestände im Blick.

In der gesamten Restriktionszone besteht Anleinpflicht für Hunde und vor allem in der Nähe des Rheins, wo es große Populationen gibt, soll die Schutzzone möglichst gemieden werden. Die Ruhe in dem Gebiet ist unbedingt erforderlich, um die Tiere nicht aufzuscheuchen und zu Ausweichbewegungen zu veranlassen. Mit jeder Ausweichbewegung wird auch das ASP-Virus weitergetragen. 

In der Infizierten Zone ist die Jagd – ausgenommen hierbei explizit Schwarzwild – mit einer Sondergenehmigung durch den Kreisjagdmeister grundsätzlich möglich, um Wildschäden zu minimieren. 

Das Gebiet wird weiter intensiv abgesucht, unter anderem mit Drohnen und Wärmebildkameras, um herauszufinden, ob es infizierte Wildschweine trotz des seit Wochen andauernden Hochwassers auf diese Rheinseite geschafft haben. Die Kreisjägerschaft wurde von der Kreisverwaltung hierbei um ihre Mithilfe gebeten.

Alle Vorgaben für die Restriktionszone finden sich in der Allgemeinverfügung, die weiter unten zu finden ist. 

Im Kerngebiet rund um den Oppenheimer Fund ist absolute Ruhe zu bewahren. 

Daher werden in diesem Gebiet Freizeitaktivitäten eingeschränkt, das Gebiet selbst wird in geeigneter Weise abgesperrt. Lediglich die Zufahrt zum Restaurant am Rhein, zum Strandbad und zum Campingplatz, der ebenfalls offen bleiben kann, ist erlaubt. Der Radweg am Rhein entlang soll möglichst nicht benutzt werden. Geschlossen bleiben aber die Grillplätze und der Zugang ins Dickicht des Wäldchens. 

Ebenso gilt hier ein absolutes Jagdverbot. In dieser Zone gilt insbesondere auch: Die Ernte ist nach derzeitigem Stand möglich – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. So werden die Landwirte angewiesen, 24 Stunden vor der Getreideernte eine Drohne mit Wärmebildkamera einzusetzen, um zu prüfen, ob Wildschweine vorhanden oder Kadaver zu sehen sind. Für Weinberge und anderen Sonderkulturen gibt es keine Beschränkungen. Mit diesen Regelungen soll vermieden werden, dass Wildschweine durch Freizeitaktivitäten oder Ernteeinsätze aufgeschreckt werden und mit fluchtartigen Ausweichbewegungen auch das ASP-Virus weitertragen. Anfragen können gestellt werden über die zentrale Meldeadresse rnt-spmnz-bngnd, daraufhin wird ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen bereitgestellt - damit wird eine saubere Dokumentation für den geforderten Drohnenüberflug ermöglicht. 

ASP Detailansicht Kerngebiet rund um Oppenheim

Mögliche Symptome infizierter Tiere sind Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemprobleme, Durchfall und Blutungsneigung in Form von Haut- und Nasenblutungen. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft (zum Beispiel Liegenbleiben in der Suhle) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientierung. Sauen können verferkeln (Fehlgeburten). Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter von Schweinen gleichermaßen und führt in der Mehrzahl der Fälle zum Tod des Tieres innerhalb von einer Woche.

Tote Wildschweine können an das Veterinäramt gemeldet werden: per E-Mail an bt41mnz-bngnd oder telefonisch zu den üblichen Dienstzeiten unter 06132/787-4102.

Im Oppenheimer Wäldchen sind infizierte Wildschweinkadaver gefunden worden. Zudem ist dort eine größere Wildschweinpopulation vorhanden. Um diese nicht aufzuschrecken, soll im Dickicht möglichst Ruhe herrschen. Deshalb sind einige Wege im Wäldchen abgesperrt, auch der Leinpfad direkt am Rhein darf derzeit nicht genutrzt werden. Spaziergänger oder Autofahrer dürfen nur die offenen Wege nutzen, Absperrungen sind unbedingt zu befolgen.

Die Zufahrt zum Strandbad, zur Gaststätte am Rhein und zum Campingplatz sind weiterhin frei. 

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