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Gemeindeschwester startet in Modellregion

27.10.2021

Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen startet gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe mit dem Pilotprojekt „Gemeindeschwester – Fachkraft für Beratung und Pflege“.

Landrätin Dorothea Schäfer, Anja Schuck und Bürgermeister Karl Thorn starten in das Projekt Gemeindeschwester / Copyright: Kreisverwaltung Mainz-Bingen
Landrätin Dorothea Schäfer, Anja Schuck und Bürgermeister Karl Thorn starten in das Projekt Gemeindeschwester / Copyright: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

Zum 1. November 2021 wird Anja Schuck ihre Tätigkeit in der Verbandsgemeinde aufnehmen. Das Ziel: die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in der häuslichen Alten- und Krankenpflege zu verbessern und nachhaltig sicherzustellen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Anja Schuck eine kompetente Pflegekraft gewinnen konnten. Die Gemeindeschwester trägt dazu bei, dass viele ältere Bürgerinnen und Bürger so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben können“, so Landrätin Dorothea Schäfer.

Aufgabe von Anja Schuck ist es in erster Linie, über Betreuungsangebote, Pflegehilfsmittel und Nachbarschaftshilfen zu informieren. Sie unterstützt bei behördlichen Angelegenheiten und bei der Bewältigung von Lebenskrisen. Ihre Aufgabe ist es zudem, bei Bedarf notwendige Kontakte – etwa zu den örtlichen Pflegestützpunkten – zu vermitteln. Darin sieht die Zweite Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham ein wichtiges, zusätzliches Angebot in der Daseinsvorsorge: „Die Gemeindeschwester bildet eine unterstützende Brücke zu den jeweiligen Angeboten und erleichtert so die Zugänge. Im persönlichen Gespräch schenkt sie den Bürgerinnen und Bürgern außerdem ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche und beugt damit einer möglichen Isolation vor.“

Die Gemeindeschwester soll aber nicht nur informieren, sondern auch grundpflegerische Leistungen erbringen: Dazu gehört das Wechseln von Verbänden, das Verabreichen von Medikamenten, Blutdruckmessen oder die Nachsorge von Verletzungen. 

„Mein Beruf ist eine Berufung. Ich bin aufgeregt, aber freue mich auf diese neue Herausforderung. Ich werde versuchen, schnell ein sicheres Netzwerk zu erstellen“, so Anja Schuck. 

Seit 16 Jahren ist sie bereits in verschiedenen Pflegeeinrichtungen unterwegs und hat sich so ein umfangreiches Wissen angeeignet, das sie gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern teilen möchte. „Die Ratsuchenden sollen sich nicht scheuen, mich anzurufen.“

Anja Schuck nimmt zum 1. November ihren Dienst als Gemeindeschwester auf / Copyright: Kreisverwaltung Mainz-Bingen 
Anja Schuck nimmt zum 1. November ihren Dienst als Gemeindeschwester auf / Copyright: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

Für das Projekt stellt der Landkreis 50.000 Euro pro Jahr bereit. Dieses ist zunächst befristet bis einschließlich Oktober 2023, dann wird evaluiert, wie das Angebot angenommen wurde. Die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wurde vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung gemäß Beschluss des Kreisausschusses im September 2020 als Modellregion definiert. Bürgermeister Karl Thorn erklärt dazu: „Ich bin dem Landkreis Mainz-Bingen und seinem Kreisausschuss sehr dankbar, dass die Auswahl für das Modellprojekt Gemeindeschwester auf die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe gefallen ist. Aufgrund der Altersstruktur und den sich hieraus ergebenden Vorgaben denke ich, dass unsere Verbandsgemeinde für das neue Projekt geradezu prädestiniert ist.“ Auf die Annahme des Angebotes durch die Bürgerinnen und Bürger sei er sehr gespannt. Ebenso auf die Erfahrungen, die sich aus dem Modellprojekt ergeben werden.

Ab dem 1. November 2021 können sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen an die Gemeindeschwester wenden. Anja Schuck ist erreichbar unter der Telefonnummer 0176/46170653 oder per E-Mail an Gmndschwstrvgrnd.

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Für einen im Verhältnis zum Gesamtvolumen geringen Anteil der Rechtsgeschäfte ist die Schriftform gesetzlich vorgeschrieben. Die elektronische Abwicklung solcher Rechtsgeschäfte setzt heute in der Regel eine qualifizierte elektronische Signatur nach dem Vertrauensdienstegesetzes (VDG) durch den Nutzer voraus. De-Mail kann auch in diesen Fällen genutzt werden, allerdings muss die entsprechende De-Mail oder das per De-Mail versandte Dokumente dann zusätzlich durch den Nutzer qualifiziert elektronisch signiert werden (siehe unten).

Der Versand per De-Mail allein ersetzt also nicht immer die Schriftform. Gegenwärtig erarbeitet die Bundesregierung ein E-Government-Gesetz, das unter anderem weitere Möglichkeiten schaffen soll, die gesetzlich vorgeschriebene Schriftform durch alternative elektronische Verfahren, insbesondere De-Mail, zu ersetzen.
Weitere Informationen zur De-Mail gibt es auf der Homepage des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik.

Wir sind Mainz-Bingen: Bereit für den Neustart

Ein Jahr Pandemie, mehrere Monate im Lockdown. Die Hoffnung auf das Frühjahr und wieder bessere Zeiten ist groß. Wir geben dieser Hoffnung einen filmischen Ausdruck: Der Landkreis Mainz-Bingen ist noch da, seine fröhlichen Menschen, die Kultur, der Wein, die Wirtschaft und die Schulen - alles steht in den Startlöchern. Sobald die Situation es zulässt, wollen wir durchstarten. Denn: "Wir sind Mainz-Bingen!"

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