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09. Oktober 2025

Rheinhessen braucht mehr Betten

IHK für Rheinhessen stellte gemeinsam mit der Rheinhessen-Touristik und anderen Partnern eine Hotelmarktanalyse vor. Darin werden große Potenziale für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Rheinhessen beschrieben.

Nachfrage und Angebote steigen, aber der Bedarf steigt weiter.

Enormes touristisches Potenzial, aber zu wenig passende Hotels. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Hotelmarktanalyse für Rheinhessen, welche die IHK für Rheinhessen jetzt gemeinsam mit ihren Partnern vorgestellt hat. Beauftragt wurde die Analyse von der IHK für Rheinhessen zusammen mit der Rheinhessen-Touristik GmbH, mainzplus CITYMARKETING sowie den Wirtschaftsförderungen der Städte Alzey, Ingelheim und Worms. Beim Tourismusforum „Hotelpotenziale in Rheinhessen: Betten schaffen! Aber wo und welche?“ im IHK-Dienstleistungszentrum Worms wurden die Ergebnisse erstmals präsentiert und intensiv diskutiert 

„Spätestens die Wertschöpfungsstudie Tourismus Rheinhessen aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, dass in der Region ein klarer Bedarf an Hotelbetten besteht. Doch wo genau und für welche Zielgruppen? Diese Frage beschäftigt uns alle in Rheinhessen“, erläutert Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer der IHK für Rheinhessen, die Motivation für die Untersuchung. Die von dwif-consulting GmbH durchgeführte Analyse zeigt deutlich: Die Nachfrage ist da – das Angebot hat Lücken. 

„Gäste kommen nach Rheinhessen, finden aber häufig nicht das passende Hotel. Aktivhotels, Budget-Design-Hotels, Wellness- und Boutiquehotels sind unterrepräsentiert – damit bleibt wertvolles Potenzial ungenutzt“, fasst Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH, zusammen:

 „Aktuell verlieren wir Wertschöpfung an andere Regionen. Wir müssen handeln und größere, besser positionierte Hotels in der Fläche schaffen. Nur so verlängern wir die Aufenthaltsdauer und sichern Ganzjahresnachfrage.“

Auch Dr. Florian Steidl fordert entschlossenes Handeln: „Wir brauchen die Politik als Möglichmacher – mit schnelleren Verfahren, gezielten Förderungen und einer strategischen Ansiedlungspolitik. Rheinhessen ist stark, aber wir könnten noch stärker sein, wenn wir den Mut haben, diese Angebotslücken zügig zu schließen.“ Von neuen Hotelinvestitionen profitiere die gesamte Region: 

„Das eröffnet Chancen für Investoren und stärkt Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, sagt Steidl.

Während Mainz als touristisches Zugpferd gilt, können kleinere Tourismusorte oft nicht mithalten – zu klein die Betriebe, zu alt die Konzepte. Die klare Botschaft der Studie: Wer in der Fläche investiert, stärkt die gesamte Region. Aktuell zählt Rheinhessen 235 Beherbergungsbetriebe mit insgesamt rund 16.500 Betten. Laut Analyse besteht Spielraum für zusätzliche Kapazitäten: Der Markt könnte kurzfristig vier bis sechs neue Hotels mit jeweils etwa 120 Zimmern aufnehmen. Bei positiver Marktentwicklung wären weitere Betriebe möglich.


Als zentrales Ergebnis empfiehlt die Studie die Gründung einer Taskforce Hotelentwicklung Rheinhessen, die das Thema koordiniert und vorantreibt. „Die Erkenntnisse fließen in die Fortschreibung der Tourismusstrategie Rheinhessen 2030+ ein und bilden die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismus- und Wirtschaftsstandorts Rheinhessen“, stellt Halbig fest.


Die Analyse umfasst die IHK-Region Rheinhessen, die aus der Tourismusregion Rheinhessen und der VG Rhein-Nahe besteht. Sie findet sich hier zum Download

Christina Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH, sieht noch viel Potenzial in der Region.
Christina Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH, sieht noch viel Potenzial in der Region.
Experten und Politiker diskutierten über die Hotelmarktanalyse und ihre Folgen. Fotos: Stefan Sämmer
Experten und Politiker diskutierten über die Hotelmarktanalyse und ihre Folgen. Fotos: Stefan Sämmer