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Mainz-Bingen startklar für Luca-App

28.04.2021

Die technischen Voraussetzungen für die „Luca-App“ zur Kontaktnachverfolgung im Landkreis Mainz-Bingen sind erfüllt. Damit könnte das Gesundheitsamt Infektionsketten fortan schneller identifizieren und übermittelte Daten unkomplizierter auswerten.

Die Schulungen für die Mitarbeitenden sind bereits in vollem Gange. „Wir sind bereit, die notwendige Infrastruktur für den Einsatz der App wurde geschaffen. Damit kann die Nachverfolgung von Kontakten verbessert werden, um so der Corona-Pandemie wirksamer begegnen zu können“, so Landrätin Dorothea Schäfer. Gleichzeitig zeige sie auch verschiedenen Branchen eine Öffnungsperspektive auf.

„Wir alle wünschen uns ein Stück weit wieder Normalität zurück. Sobald die Infektionszahlen deutlich zurückgehen, gibt uns die App Hoffnung auf kontrollierte Öffnungen“, so Dorothea Schäfer.

Luca ermöglicht papierlose Kontaktnachverfolgung

Und so funktioniert Luca: Die Nutzerinnen und Nutzer installieren die kostenlose App auf ihrem Smartphone und hinterlegen dort ihre Kontaktdaten. Erfasst werden Name und Adresse. Über einen QR-Code kann man sich dann für individuell besuchte Orte anmelden – egal, ob Restaurant, kulturelle Veranstaltung, Geschäft, Friseursalon oder Pflegeheim. Hat sich eine registrierte Person im Zeitraum des Besuches mit dem Corona-Virus infiziert, kann das Gesundheitsamt durch eine Freigabe alle Personen informieren, die sich zur betreffenden Uhrzeit an dem entsprechenden Ort aufgehalten haben. „Die App bietet damit eine große Hilfe, denn sie erleichtert die häufig aufwendige Recherchearbeit in der Kontaktnachverfolgung und das Auswerten von Listen in Papierform“, so Dr. Dietmar Hoffmann, Leiter des Mainz-Binger Gesundheitsamtes. Ein weiterer Vorteil von Luca gegenüber den Papierlisten: Bei der Registrierung werde die Telefonnummer über eine SMS bestätigt, eine Falschangabe der Telefonnummer – ob versehentlich oder bewusst – sei damit nicht möglich.

App für Gewerbetreibende und Privatpersonen nutzbar

Voraussetzung für Gewerbetreibe ist, dass die eigene „Location“ in der App registriert wird und so die Möglichkeit für Gäste besteht, sich digital ein- und auszuchecken. Für das Einscannen der Daten kann ein QR‐Code‐Lesegerät, Tablet, Smartphone oder manuelles Kontaktformular verwendet werden. Detaillierte Informationen hierzu gibt es unter auf der Website des Anbieters. „Der Startschuss für viele Branchen hängt natürlich maßgebend vom Inzidenzgeschehen ab. 

Nunmehr gilt es, das Infektionsgeschehen insgesamt zu senken, um Öffnungen der verschiedenen Bereiche, die durch die App profitieren können, überhaupt zu ermöglichen“, so der für das Gesundheitsamt zuständige Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus.

Aber nicht nur im gewerblichen Umfeld, sondern auch bei privaten Treffen von Freunden und Familie kann die App genutzt werden, wie Stephan Lenhard von der EDV-Abteilung der Kreisverwaltung erklärt. Dazu können private Veranstaltungen erstellt werden – die Anmeldung erfolgt ebenfalls über einen generierten QR-Code, der von allen Beteiligten gescannt werden kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDV haben sich bereits seit einigen Wochen mit der Möglichkeit beschäftigt und die technischen Voraussetzungen geschaffen, um das Gesundheitsamt schnellstmöglich an das Luca-System anzuschließen.

Auch wenn zahlreiche Branchen aufgrund der aktuellen Situation noch nicht öffnen können, werden die Betreiberinnen und Betreiber bereits jetzt dazu aufgerufen, sich mit dem System und der Einführung vor Ort auseinanderzusetzen. Sofern Fragen bestehen, unterstützt der Landkreis über die zentrale E-Mail.

FAQs mit häufig gestellten Fragen rund um die Luca-App gibt es hier.

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Die Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger sind erreichbar unter den bekannten Telefonnummern oder per E-Mail. Diese sind auch auf der Homepage verzeichnet.

Nähere Informationen zu Regelungen und Erreichbarkeiten einzelner Abteilungen finden Sie hier. Infos zum Jobcenter Mainz-Bingen sowie den KfZ-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen in Bingen und Oppenheim gibt es hier.

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Mit De-Mail können verbindliche Rechtsgeschäfte abgeschlossen werden, solange keine besonderen Erfordernisse an die Form des Rechtsgeschäftes bestehen. De-Mail bietet zusätzliche Sicherheit, denn die bei herkömmlicher E-Mail fehlende Nachweisbarkeit des Eingangs ist mit der Nutzung von De-Mail möglich. Unter Verwendung der (durch den De-Mail-Anbieter) qualifizierten elektronisch signierten Versand- und Eingangsbestätigungen können sowohl Sender als auch Empfänger nachweisen, dass eine Nachricht versendet wurde oder eingegangen ist.

Für einen im Verhältnis zum Gesamtvolumen geringen Anteil der Rechtsgeschäfte ist die Schriftform gesetzlich vorgeschrieben. Die elektronische Abwicklung solcher Rechtsgeschäfte setzt heute in der Regel eine qualifizierte elektronische Signatur nach dem Vertrauensdienstegesetzes (VDG) durch den Nutzer voraus. De-Mail kann auch in diesen Fällen genutzt werden, allerdings muss die entsprechende De-Mail oder das per De-Mail versandte Dokumente dann zusätzlich durch den Nutzer qualifiziert elektronisch signiert werden (siehe unten).

Der Versand per De-Mail allein ersetzt also nicht immer die Schriftform. Gegenwärtig erarbeitet die Bundesregierung ein E-Government-Gesetz, das unter anderem weitere Möglichkeiten schaffen soll, die gesetzlich vorgeschriebene Schriftform durch alternative elektronische Verfahren, insbesondere De-Mail, zu ersetzen.
Weitere Informationen zur De-Mail gibt es auf der Homepage des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik.

Wir sind Mainz-Bingen: Bereit für den Neustart

Ein Jahr Pandemie, mehrere Monate im Lockdown. Die Hoffnung auf das Frühjahr und wieder bessere Zeiten ist groß. Wir geben dieser Hoffnung einen filmischen Ausdruck: Der Landkreis Mainz-Bingen ist noch da, seine fröhlichen Menschen, die Kultur, der Wein, die Wirtschaft und die Schulen - alles steht in den Startlöchern. Sobald die Situation es zulässt, wollen wir durchstarten. Denn: "Wir sind Mainz-Bingen!"

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