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Pflanzaktion „Dynamischer Agroforst“ in Trechtingshausen

12.10.2021

Pflanzaktion „Dynamischer Agroforst“ in Trechtingshausen

Wer sich dieser Tage in die Rheinanlagen in Trechtingshausen begibt, wird von einem neuen Projektgärtchen überrascht.

Wer sich dieser Tage in die Rheinanlagen in Trechtingshausen begibt, wird von einem neuen Anblick überrascht. Ein kleines Projektgärtchen, umrahmt von Kornelkirschen, Haselnuss und Rotem Hartriegel verschönert seit neuestem die Promenade. Bei einem Spaziergang hinein findet man sich in einer Oase im Grünen, eingegrenzt durch einen Apfelbaum und Beerensträuchern. Sitzgelegenheiten laden zu einer Pause inmitten von Weinreben, Kräutern und Beeren ein. Der Grund dafür: Der Dynamische Agroforst (DAF) – eine nachhaltige Anbaumethode – hat Einzug in Trechtingshausen gehalten.

Eine Gemeinschaft aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Ortsbürgermeister Herbert Palmes mit seinem Bauhofteam und der Klimaschutzbeauftragten der VG Rhein Nahe, Sarah Wendel, kamen extra für die Pflanzaktion zusammen. Unter Anleitung des Umwelt- und Energieberatungszentrum (UEBZ) der Kreisverwaltung Mainz-Bingen sowie des Teams der Naturschutzorganisation Naturefund konnten rund 250 verschiedene Pflanzen auf einer prominenten Fläche in den Rheinanlagen gepflanzt werden. Zusätzlich sponserte das Forstamt Boppard die Sitzgelegenheiten des neuen Wohlfühlortes. „Man sieht auf den ersten Blick, dass auf dieser Fläche etwas Anderes ist. Die Idee, Spaziergänger zur Nutzung der Fläche einzuladen, ist gelungen“, attestiert Herbert Palmes.

Nach der Begrüßung überreichte Martina Schnitzler vom UEBZ ein offizielles Hinweisschild an die Gemeinde – als Hingucker für interessierte Passanten. „Unser Projekt „Dynamischer Agroforst in den Kommunen des Landkreises“ zählt zu den 40 ausgewählten Zukunftsprojekten, die aus 322 Bewerbungen beim Bundeswettbewerb Naturstadt Kommunen schaffen Vielfalt hervorgingen“, so Martina Schnitzler. „Mit dem Preisgeld von 25.000 Euro setzen wir insgesamt vier Flächen im Landkreis um.“

Dynamischer Agroforst ist eine Aufforstungs- und Anbaumethode, bei der Nutz- und Beipflanzen auf derselben Fläche angebaut werden und dabei ein dynamisches Pflanzensystem entsteht. Resultat dieser Vorgehensweise sollen gesündere Pflanzen, höhere Erträge sowie Resilienz gegenüber Trockenheit oder Starkregen sein. „Die Natur zeigt sich mit hoher Vielfalt und hoher Dichte, so entsteht ein ökologisch gesundes und dynamisches Pflanzenfeld“, erklärt Katja Wiese von Naturefund. Die Böden bildeten so in diesem System sukzessive mehr Humus, was zu einer erhöhten CO2-Speicherung führt und dadurch einen wichtigen Klimaschutzbeitrag leisten kann.

Die Klimaschutzbeauftrage Sarah Wendel ist begeistert: „Dieser ursprünglich so unscheinbare Ort hat jetzt eine ganz besondere Atmosphäre bekommen, die eine wichtige Botschaft vermittelt: Klimaschutz nutzt immer den Menschen.“ Das UEBZ und Naturefund werden die Modellfläche in Trechtingshausen weiterhin begleiten. Im November ist eine gemeinsame Besichtigung geplant, im Frühjahr folgen noch weitere Einsaaten und wertvolle Tipps zur weiteren Pflege und Schnitttechnik der Pflanzen.

Mehr Informationen zum Dynamischen Agroforst und Klimaschutz erhalten Sie bei Martina Schnitzler vom UEBZ unter der Telefonnummer 06132-787-2170 oder schnitzler.martina@mainz-bingen.de.

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Der Versand per De-Mail allein ersetzt also nicht immer die Schriftform. Gegenwärtig erarbeitet die Bundesregierung ein E-Government-Gesetz, das unter anderem weitere Möglichkeiten schaffen soll, die gesetzlich vorgeschriebene Schriftform durch alternative elektronische Verfahren, insbesondere De-Mail, zu ersetzen.
Weitere Informationen zur De-Mail gibt es auf der Homepage des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik.

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