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Zukunftsstandort Budenheim – nur mit zweiter Brücke

12.06.2018

Zu einem Antrittsbesuch waren Landrätin Dorothea Schäfer und der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf bei der Chemischen Fabrik Budenheim KG zu Gast. Mit seinen weltweit über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen allein rund 800 am deutschen Standort tätig sind, ist das Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber im Landkreis Mainz-Bingen.

Empfangen haben die beiden Kreispolitiker unter anderem die Geschäftsführer Dr. Harald Schaub und Dr. Stefan Lihl.

In dem Gespräch, bei dem auch der Budenheimer Bürgermeister Rainer Becker dabei war, stand die 2. Anbindungsbrücke ins Industriegebiet im Mittelpunkt. Das Thema steht seit über 20 Jahren auf der Agenda und ist für den Chemiespezialisten von enormer wirtschaftlicher Bedeutung: „Unser Unternehmen Budenheim ist fest mit dem gleichnamigen Standort verwurzelt. Seit nunmehr 110 Jahren sind wir erfolgreich mit Produkten „Made in Germany“ in den Weltmärkten tätig. Als langfristig denkender und nachhaltig agierender Wirtschaftsbetrieb möchten wir den deutschen Standort aktiv in die Zukunft tragen“, so Dr. Harald Schaub, Sprecher der Geschäftsführung bei Budenheim. „Wir stehen in den Startlöchern und haben Pläne, die nicht nur neue Arbeitswelten und Produktionsanlagen beinhalten, sondern auch einen Innovationscampus, der offen sein wird für spannende Start-Ups und junge Unternehmen.“

Dieses Engagement für die Metropolregion Rhein-Main begrüßt die Landrätin. Angesichts der ambitionierten Investitionen setzt sie sich gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Steffen Wolf dafür ein, dass die Infrastruktur damit Schritt hält. „Der Landkreis unterstützt den Bau einer zweiten Brücke“, sagte Dorothea Schäfer.

Zweite Brücke sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen wichtig

Zugleich wurde im Gespräch deutlich, dass der Bau der zweiten Anbindungsbrücke nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die in dem Bereich wohnenden Budenheimerinnen und Budenheimer wichtig ist. Auch die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde befindet sich jenseits der Bahntrasse. Eine weitere Brücke würde die direkte Zufahrt der Feuerwehr zum Einsatzort enorm erleichtern. Der LKW-Verkehr würde schon vor dem Ortseingang umgeleitet und die Gemeinde verkehrstechnisch entlastet. Ob Lärm, Straßenschäden oder Unfallrisiken, Budenheim braucht die zweite Brücke, um Zukunftsstandort zu sein. Da sind sich von Landrätin Schäfer, über Bürgermeister Becker bis hin zu den Vertretern der Industrie alle einig.

Die Budenheimer hoffen, dass es nun schnell zu einer Lösung kommt. Denn die derzeit einzige Brücke, ist laut jüngsten Gutachten in wenigen Jahren restaurierungsbedürftig. Finanzielle Mittel in kurzfristige Behelfsbrücken zu investieren, sehen alle Gesprächsteilnehmer als wenig zielführend an. „Da können wir die Mittel doch besser gleich in die Zukunft und damit in die 2. Brücke investieren“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf. Und Budenheim-Geschäftsführer Dr. Schaub sagte abschließend: „Zukunft ist das, was wir draus machen. Als Wirtschaftsbetrieb sind wir bereit, deutsche Arbeitsplätze und Produktion zu sichern. Dazu brauchen wir die notwendige Infrastruktur.“

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