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Selz darf zurück ins alte Bett

18.09.2020

Die Renaturierung an der Selz geht weiter: Seit Anfang September rollt schon schweres Gerät zwischen Gau-Odernheim und Bechtolsheim, es wird kräftig gebaggert, planiert und modelliert. Statt 1,1 Kilometer wird der Bach künftig 1,7 Kilometer lang sein.

Landrätin Dorothea Schäfer schaute sich an der Selz bei Gau-Odernheim um - gemeinsam mit örtlichen Politikern und Mitgliedern des Selzverbandes. Dessen technischer Geschäftsführer, Matthias Schmitt (2. von rechts) erläuterte das Renaturierungsprojekt. / Copyright: Kreisverwaltung/Bardo Faust
Landrätin Dorothea Schäfer schaute sich an der Selz bei Gau-Odernheim um - gemeinsam mit örtlichen Politikern und Mitgliedern des Selzverbandes. Dessen technischer Geschäftsführer, Matthias Schmitt (2. von rechts) erläuterte das Renaturierungsprojekt. / Copyright: Kreisverwaltung/Bardo Faust

Im Naturschutzgebiet „Im Briehl/Schafwiese“ wird der Bach bis zum Jahresende auf einer Fläche von 18 Hektar freigelassen: „Die ökologische Struktur wird hier deutlich verbessert“, sagte die Mainz-Binger Landrätin Dorothea Schäfer, die das Projekt vor Ort unter die Lupe nahm. Sie freute sich auch darüber, dass die Bevölkerung bei dem Projekt mitgenommen wird und zum Beispiel eine Aussichtsplattform geschaffen wird: „Damit wird das Gelände für alle erlebbar.“

30 Jahre lang debattiert

Ausgeführt wird das Projekt vom Selzverband, dessen technischer Geschäftsführer Matthias Schmitt das Projekt erläuterte. Neben der Mainz-Binger Landrätin als Vorsitzende des Selzverbandes waren noch dabei: Thomas Rahner, zuständiger Beigeordneter des Landkreises Alzey-Worms und Schäfers Stellvertreter im Selzverband, Heiner Illing (MdL) als Ortsbürgermeister von Gau-Odernheim und einige örtliche Politiker. Alle waren erfreut, dass nun eine lange währende Geschichte ein Ende findet: „Seit 30 Jahren wird darüber debattiert“, sagte Illing. Für Thomas Rahner ist die Renaturierung ein „Vorzeigeprojekt“.

„Wir geben der Selz ein Stück weit ihren alten Verlauf zurück“, sagte Matthias Schmitt. Auf Basis von alten Karten aus dem vergangenen Jahrhundert war ersichtlich, wo der Bach vor der Begradigung sein Bett hatte. Und dort soll er sich auch künftig entlang schlängeln. Zwei große Schleifen und eine kleine Schleife sind geplant. Bis Dezember werden mehrere Tausend Tonnen Erde bewegt, die Kosten sind auf 700.000 Euro angesetzt. Förderung kommt vom Land Rheinland-Pfalz, das im Programm „Aktion Blau“ 90 Prozent der Kosten übernimmt. Die Renaturierung ist Teil des Programms „EU-Wasserrahmenrichtlinie“, mit der der Forderung nach einem guten chemischen und ökologischen Gewässer nachgekommen wird.

Hochwasserschutz

Geplant sind neben der kompletten Neuanlage des Flussbettes auch die Anlage von Feuchtbiotopen und Stillwasserflächen. Es werden Überflutungsflächen geschaffen, um die unteren Selzanlieger – vor allem das nächstgelegene Bechtolsheim – etwa bei Starkregen zu schützen. Das jetzt noch aktive begradigte Bachbett bleibt ebenfalls bestehen kann bei Regen zur Entlastung beitragen und bietet beispielsweise neuen Lebensraum für Insekten.

Das Gau-Odernheimer Projekt reiht sich in die großen Renaturierungen der vergangenen Jahrzehnte ein. So wurde 1991 bis 1993 die Selz in Sörgenloch auf einer Länge von 2,4 Kilometer und einen Plangebiet von 25 Hektar saniert. 2012 folgte Nieder-Olm mit 2,5 Kilometern Länge und einem Plangebiet von 40 Hektar. Und die bisher letzte Renaturierung war 2017 in Friesenheim. Dort wurden 18.000 Kubikmeter Retentionsraum geschaffen.

Der Biber ist zurück

Die Renaturierung begünstigt auch die Wiederansiedlung streng geschützter Tierarten. So ist auch ein Biber an die Selz zurückgekehrt. Dieser wurde in einem Selzabschnitt gesichtet und hat im Flussbett ein paar Spuren hinterlassen. Geübte Augen erkennen im Bachlauf erste Hinweise auf sogenannte Biberburgen und Dämme. Sollte dem Biber an einem Gewässer die Wassertiefe nicht genügen, beginnt er damit, Dämme zu bauen und somit das Wasser aufzustauen. Durch das Nagen an Bäumen und Sträuchern strukturiert er, als eine der wenigen Tierarten, sein Revier und bietet so auch neuen Lebensraum für weitere seltene Tierarten, wie verschiedene Amphibien, Libellen oder Vögel. So trägt der Biber aktiv zum Artenschutz in der Selz bei.

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Wir sind Mainz-Bingen: Imagefilm des Landkreises

„Mainz-Bingen ist einfach ein guter Platz zum Leben.“ Das findet Landrätin Dorothea Schäfer, und das finden viele Menschen, die hier bereits leben oder Jahr für Jahr in den Landkreis ziehen. Was Mainz-Bingen alles zu bieten hat, zeigt der Imagefilm des Kreises.

Das fünfminütige Werk aus dem Hause der Mainzer „Formatfabrik“ zeigt Bilder aus allen Bereichen des Kreises – ob Süden, Norden, Mitte, ob Mittelrhein, Nahe, Rheinhessen. Abgebildet sind Weinberge, Wälder, der Rhein und die Burgen, die Themen Wirtschaft, Tourismus, ÖPNV und vor allem die Menschen – einfach alles, was den Landkreis Mainz-Bingen so ausmacht.