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Neuer Elektrobus-Betriebshof der KRN: Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz

06.02.2026

Spatenstich für den neuen Betriebshof der Kommunalverkehr Rhein-Nahe. Die KRN schafft in Wörrstadt auf 13.500 Quadratmetern Platz für 60 Elektrobusse und 120 Arbeitsplätze.

Der Mainz-Binger Landrat Thomas Barth, 1. Kreisbeigeordneter Steffen Wolf und der Alzey-Wormser Landrat Heiko Sippel (in den gelben Westen, von links). Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen
Der Mainz-Binger Landrat Thomas Barth, 1. Kreisbeigeordneter Steffen Wolf und der Alzey-Wormser Landrat Heiko Sippel (in den gelben Westen, von links). Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

Bei dem Spatenstich waren auch Landrat Thomas Barth und das KRN-Aufsichtsratsmitglied und 1. Kreisbeorgeordneter Steffen Wolf dabei:

 „Mit der Elektrifizierung des Busverkehrs geht die Kommunalverkehr Rhein-Nahe einen großen Schritt zum Klimaschutz in unserer Region. Mit dem kommunalen Unternehmen setzen wir damit ein wichtiges Zeichen in die Zukunft und zeigen einmal mehr, wie innovativ wir sind", würdigten beide die Bedeutung des Betriebshofes für den Landkreis Mainz-Bingen.

Pressemitteilung des Mobilitätsministeriums: Der von der KRN geplante Betriebshof wird auf rund 13.500 Quadratmetern Fläche im rheinhessischen Wörrstadt entstehen und ist auf bis zu 60 Fahrzeuge ausgelegt. Er soll unter anderem eine Werkstatt, eine Waschstraße und Büroflächen enthalten. Der Betriebshof schafft 120 neue Arbeitsplätze in der Region. Wörrstadt ist aufgrund der verfügbaren Windkraft in der Nähe ein attraktiver Ort für einen klimafreundlichen Busbetriebshof.

Die KRN schafft 60 Elektrobusse an, deren Unterhalt durch den Betriebshof möglich wird. Im Laufe des ersten Quartals 2026 sollen 18 Elektrobusse, Typ Mercedes-Benz E-Citaro, auf den regionalen Hauptlinien im Regelbetrieb eingesetzt werden und die aktuell im Einsatz befindlichen Dieselfahrzeuge insoweit ersetzen. Die KRN plant die Inbetriebnahme von weiteren 42 Elektrobussen ab dem Jahr 2027, die ebenfalls auf den regionalen Hauptlinien eingesetzt werden sollen.

 „Mit über vier Millionen Kilometern pro Jahr im Busnetz der Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) wird Rheinland-Pfalz zum Vorreiter in Deutschland für elektrifizierte regionale Busnetze dieser Größenordnung", sagte die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder beim Spatenstich in Wörrstadt.  „Die KRN plant, die Betriebsleistungen der regionalen Buslinien zu elektrifizieren. Bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Oktober 2032 wird das Land für die E-Fahrzeuge rund 1,6 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Die Überlandbusse sind für Pendlerinnen und Pendler und damit auch für die Wirtschaft in Rheinhessen sehr wichtig. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die Fahrgäste auch künftig in modernen komfortablen Bussen unterwegs sein können. Ich freue mich sehr, dass die E-Busse mit einem neuen Logo als klimafreundliche Fahrzeuge gekennzeichnet werden“, sagte Katrin Eder

40 Prozent der Fahrleistungen der KRN entfallen auf die regionalen Hauptlinien, die das Land vollumfänglich finanziert. „Um unsere ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir auf Bus und Bahn setzen und diese elektrifizieren – denn im Verkehrssektor steigen die CO2-Emissionen aktuell noch“, so Eder weiter.

Im Einzelnen werden die Elektrobusse in den kommenden zwei Jahren schrittweise auf den folgenden regionalen Buslinien eingesetzt werden:
• Linie 221 -  Bad Kreuznach – Bad Münster – Obermoschel – Alsenz
Linie 230 - Bingen – Stromberg – Simmern
• Linie 240 - Bad Kreuznach – Stromberg
• Linie 250 - Bad Kreuznach – Waldböckelheim – Bad Sobernheim
• Linie 260 - Bad Sobernheim – Meisenheim – Lauterecken
• Linie 630 - Mainz – Sprendlingen – Bad Kreuznach
Linie 640 - Ingelheim – Nieder Olm
• Linie 660 - Mainz – Undenheim – Alzey

„Mit dem Bau des E-Bus-Betriebshofs treiben wir den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität konsequent voran. Der neue Betriebshof, der als größter E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz realisiert wird, ist ein zentraler Baustein unserer strategischen Ausrichtung auf einen klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr und zeigt, wie innovative Mobilität und Klimaschutz gemeinsam umgesetzt werden können“, so Uwe Hiltmann, Geschäftsführer der KRN.

„Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir einen wichtigen Akzent für die Weiterentwicklung unserer regionalen Verkehrsinfrastruktur. Der erste E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz steht für eine moderne und zukunftsorientierte Mobilität, die gleichzeitig wirtschaftlich und nachhaltig ist. Es ist ein bedeutender Schritt für die Region und ihre Bürgerinnen und Bürger“, sagte Oberbürgermeister Emanuel Letz.

„Der ZÖPNV Süd freut sich, dass durch die schrittweise Umstellung der regionalen Buslinien von Diesel- auf Elektrobusse ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden kann. Ziel des Zweckverbandes ist es, in den kommenden Jahren möglichst alle regionalen Buslinien, die neben dem Schienenverkehr das Rückgrat des ÖPNV in der Region darstellen, zu ‚elektrifizieren‘. Vor diesem Hintergrund werden wir in allen künftigen Vergabeverfahren gemeinsam mit dem Land prüfen, inwieweit Dieselbusse durch moderne und klimafreundliche Elektrobusse ersetzt werden können", so Landrat Dietmar Seefeldt, Verbandsvorsteher des ZÖPNV Süd.

Heiko Sippel, Landrat des Kreises Alzey-Worms sagte: „Mit dem Spatenstich für den neuen Elektrobus-Betriebshof setzt die KRN ein klares Zeichen für die Mobilität der Zukunft. Dieser Schritt stärkt nicht nur unsere regionale Verkehrsinfrastruktur, sondern leistet zugleich einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität in unserer Region. Gemeinsam machen wir den öffentlichen Personennahverkehr klimafreundlicher, leiser und nachhaltiger.“

„Mit zinsgünstigen Kreditmitteln schaffen wir die finanzielle Grundlage dafür, dass kommunale Mobilitätsprojekte wie der neue E-Bus-Betriebshof der KRN schnell und verlässlich umgesetzt werden können. Als Landesförderbank übernehmen wir Verantwortung, geben Planungssicherheit und ermöglichen Investitionen in eine klimafreundliche Daseinsvorsorge- fair, partnerschaftlich und nah an den Bedürfnissen der Region“, sagte Sandra Baumbach, Vorstandsmitglied der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

„Damit die Verkehrswende gelingen kann, brauchen wir Akteurinnen und Akteure wie die KRN, die zukunftsorientierte Projekte umsetzen. Mit der Finanzierung der elektrifizierten regionalen Buslinien schaffen wir Sicherheit für eine nachhaltige Mobilitätspolitik. Der Betriebshof ist ein Vorbild für ähnliche Projekte in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, denn er zeigt: Klimaschutz bremst die Wirtschaft nicht aus, er kurbelt sie an“, schloss Katrin Eder.