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Afrikanische Schweinepest: Nackenheimer Rheininseln müssen gesperrt bleiben

28.04.2025

Um die Afrikanische Schweinepest in Mainz-Bingen weiter in Schach zu halten, müssen die Nackenheimer Rheininseln Kisselwörth und Sändchen für Besucher komplett gesperrt bleiben. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen hin und bittet die Bevölkerung darum, die Absperrungen zu beachten.

„Wir haben bei Drohnenüberflügen aktuell 66 Wildschweine auf den Inseln gezählt. Die Gefahr, dass diese Tiere mit der Seuche infiziert sind oder sich noch infizieren werden, ist groß“, sagte der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Markus Wacker.

Wenn sich Menschen auf den Inseln aufhalten, besteht die Gefahr, dass das Virus an Schuhen, Kleidungsstücke oder durch mitgebrachte Hunde von den Inseln in bisher nicht betroffene Bereiche verschleppt wird. Das kann auch Bereiche außerhalb des Kreises Mainz-Bingen betreffen, da die Inseln sehr gerne auch von auswärtigen Besuchern mit ihren Booten angefahren werden, die zum Beispiel aus Bad Kreuznach, Groß-Gerau, Frankfurt oder anderen, weiter entfernten Kreisen und Städten kommen. Weiterhin ist der Leinpfad in Nackenheim für den Fahrzeugverkehr gesperrt, das schließt auch die Nutzung der dortigen Slipanlagen ein. Fußgänger und Radfahrer dürfen den Uferweg nutzen, der dortige Grillplatz ist dabei nur zu Rastzwecken freigegeben.

Mit großer Sorge blickt der dritte Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus daher auf die Besucherströme, die gerade über die Osterfeiertage auf die Inseln zogen: 

„Das beliebte Ausflugsziel darf in diesem Jahr leider nicht genutzt werden“, appelliert er an die Bevölkerung und weist darauf hin, dass das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Bodenheim die Einhaltung der Regelungen kontrolliert. 

Es können teilweise empfindliche Bußgelder ausgesprochen werden, die im mittleren dreistelligen Euro-Bereich liegen. Das gilt auch für den Bootstourismus auf die Inseln.

Wacker und Malkmus haben Verständnis dafür, dass die Nackenheimer Bevölkerung bei schönem Wetter gerne ans Wasser möchte, aber: „Das Virus kann zwischen neun Monaten und zwei Jahren in der Natur überleben. Da auf den Inseln 2024 die Viruslast wegen positiv getesteter Tiere sehr hoch war, darf es jetzt nicht zu einer Völkerwanderung kommen“, erläutern sie, warum die Sperrung dennoch nötig ist: „Damit verhindern wir zum einen, das Virusmaterial mit Besuchern verschleppt wird und zum anderen, dass 66 Wildschweine durch Besucherströme zu Ausweich- und Fluchtbewegungen provoziert werden und auf das Festland flüchten, weil es ihnen auf den Inseln zu ungemütlich wird.“ Dann würden schnell auch bisher nicht betroffene Uferbereiche in Mitleidenschaft gezogen und müssten gesperrt werden.

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