Arbeitsgruppe zu Gymnasium Stadecken-Elsheim: Kreisverwaltung strukturiert Planung der neuen Schule
01.06.2026
Der Beschluss für die neue Schule liegt vor, der Standort ist bestimmt, der Antrag beim Land ist gestellt. Doch was passiert nun? Die konkreten Fragen zum weiteren Vorgehen beantworten Landrat Thomas Barth und Erster Kreisbeigeordneter Steffen Wolf wie folgt:
Wie geht es nach dem Beschluss des Kreistages und der Beantragung beim Land jetzt weiter?
Thomas Barth: „Wir haben eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe zur Planung des Gymnasiums in Stadecken-Elsheim eingerichtet, die ihre Arbeit bereits aufgenommen hat und kürzlich erstmals zusammengekommen ist. Parallel dazu laufen die Gespräche mit der Orts- und Verbandsgemeinde, dem Landesbetrieb Mobilität sowie der ebenfalls in dem Gebiet planenden REWE Group. Diese Abstimmungen haben bereits begonnen und werden in den kommenden Wochen intensiv fortgeführt. Die Gesamtlage ist recht komplex, aber wir werden das gut hinbekommen. Vorausschauende Planung und gute Vorbereitung, gepaart mit offener Kommunikation mit allen Beteiligten, sind die halbe Miete.“
Warum wurde die Arbeitsgruppe eingerichtet? Wer arbeitet dabei mit?
Thomas Barth: „Ich nenne sie gerne „Taskforce“, in der wir alle unsere behördeninternen Kräfte an einem Tisch bündeln. Ziel ist es, die anstehenden Planungsschritte eng abgestimmt zu koordinieren und umzusetzen. Hieran beteiligt sind Bauaufsicht, Bauleitplanung, Schulverwaltung, Untere Naturschutz- und Wasserbehörde. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf und ich begleiten die Arbeit der Gruppe. Das schafft Synergien und verhindert unnötige Reibungs- und Zeitverluste im Prozess.“
Welche Themen stehen in den kommenden Monaten im Vordergrund?
Thomas Barth: „Im Mittelpunkt steht zunächst die Errichtung des provisorischen Schulgebäudes für die Eingangsklassen im Fokus, da ja zu Beginn des Schuljahres 2027/28, sofern die ADD es so verfügt, die neue Schule an den Start gehen soll. Dazu braucht es den Platz sowie die bau- und naturrechtlichen Genehmigungen. Denn bei allergrößtem Optimismus sind wir uns alle einig, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine fertige Schule stehen wird. Wir prüfen derzeit alle Optionen und bleiben darüber mit Orts- und Verbandsgemeinde im Austausch.“
Vor welchen Herausforderungen steht der Schulneubau?
Steffen Wolf: „Ein Schulneubau dieser Größenordnung gehört zu den komplexesten Projekten, die eine Kreisverwaltung umsetzen kann. Dabei geht es nicht allein um den Bau eines Gebäudes, sondern um die Entwicklung eines vollständigen Schulstandortes mit pädagogischen, verkehrlichen, technischen und rechtlichen Anforderungen. Zu den Herausforderungen gehören insbesondere die Abstimmungen mit den Aufsichtsbehörden, die Bauleitplanung vor Ort, die Finanzierung, die verkehrliche Erschließung sowie die Einhaltung eines ambitionierten Zeitplans. Hinzu kommen zahlreiche Fachgutachten, Beteiligungsverfahren und Genehmigungsschritte. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der notwendige Grunderwerb. Hier sind verschiedene rechtliche, planerische und inhaltliche Fragen zu klären: Grundstücksverhandlungen, Eigentumsfragen, Flächenzuschnitte sowie die spätere Einbindung des Standortes in die bestehende Infrastruktur müssen sorgfältig vorbereitet und abgestimmt werden. Unser Ziel ist es, diese Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und strukturiert abzuarbeiten. Genau dafür wurde die Taskforce eingerichtet: Sie soll sicherstellen, dass alle Beteiligten eng abgestimmt zusammenarbeiten und mögliche Probleme frühzeitig gelöst werden können.“
Wie ist der aktuelle Stand? Welche nächsten konkreten Schritte stehen nun als Erstes an?
Steffen Wolf: „Der Kreistag hat den Grundsatzbeschluss gefasst, der Standort wurde festgelegt und der Antrag beim Land auf Errichtung des Gymnasiums wurde gestellt. Parallel dazu laufen bereits die ersten Abstimmungen mit den beteiligten Behörden und Kommunen. Im nächsten Schritt stehen insbesondere die planungsrechtlichen Verfahren im Mittelpunkt. Dazu gehören die notwendigen Änderungen des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans. Gleichzeitig werden wir die notwendigen Gespräche mit dem Land, der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinde fortführen. Für uns ist entscheidend, keine Zeit zu verlieren. Deshalb arbeiten wir bereits jetzt intensiv an den vorbereitenden Schritten, auch wenn einzelne Genehmigungen und Entscheidungen noch ausstehen. Unser Ziel ist es, das Verfahren so effizient wie möglich zu gestalten und den neuen Schulstandort zügig auf den Weg zu bringen.“
Mit der neu eingerichteten Taskforce schafft die Kreisverwaltung die Voraussetzungen, um die Planung des Gymnasiums Stadecken-Elsheim eng zu begleiten und die nächsten Schritte koordiniert voranzubringen. Ziel ist es, die vielfältigen fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Anforderungen frühzeitig aufeinander abzustimmen und den Weg für die Realisierung des neuen Schulstandortes strukturiert und effizient zu ebnen.
