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Großbrand in Industriebetrieb in Sprendlingen: Feuer unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht.

02.08.2026

Neues Update, 0.02 Uhr: Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsdienste, THW und Polizei sind bei dem Gebäudebrand in Sprendlingen im Einsatz. Schwierig gestaltete sich die Löschwasserversorgung - das Wassernetz erreichte die Kapazitätsgrenze.Die Bevölkerungswarnung wurde ausgeweitet: In Sprendlingen, Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim sollen Fenster und Türen geschlossen bleiben.

Abschlussmeldung Montag, 3. August, 0.02 Uhr:

Seit dem Nachmittag befindet sich der Katastrophenschutz des Landkreises Mainz-Bingen mit Unterstützung von Kräften aus den benachbarten Landkreisen bei einem Großeinsatz auf einem Betriebsgelände eines kunststoffverarbeitenden Betriebes in Sprendlingen. Seit 16 Uhr brennen auf dem Betriebsgelände aus bisher unbekannter Ursache mehrere Gebäude, die bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand standen. Durch das Brandereignis ist eine deutliche und weithin sichtbare Rauchsäule entstanden, die aufgrund der Windrichtung von der Ortslage Sprendlingen in Richtung Pfaffen-Schwabenheim und Bosenheim im benachbarten Landkreis Bad Kreuznach gezogen ist. Die Bevölkerung wurde vorsorglich über Warn-Apps gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten.

Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. An den Gebäuden und Anlagen des Betriebes entstand zum Teil erheblicher Sachschaden. Bis zum aktuellen Zeitpunkt wurde durch das Ereignis eine Einsatzkraft aufgrund Hitzeerschöpfung leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt. Weitere Verletzte gab es nicht. Die direkt an das Betriebsgelände angrenzende Bevölkerung wurde vorsorglich evakuiert und durch den Katastrophenschutz betreut.

Schwierig gestaltete sich die Löschwasserversorgung. Aufgrund der benötigten Menge war das Wassernetz an der Kapazitätsgrenze, nicht zuletzt die anhaltende trockene Witterung verschärft das Problem. Um die Wasserversorgung sicher zu stellen, musste Wasser aus dem Wiesbach entnommen werden. Das Freibad muss zunächst geschlossen bleiben. Auf der Wasseroberfläche und den angrenzenden Flächen haben sich Rußpartikel niedergeschlagen, zudem ist das Freibad als Löschwasserreserve eingeplant. 

„Diese Entscheidung ist notwendig. Um es klar zu sagen: Die Sicherung der Löschwasserversorgung und die Sicherheit der Einsatzkräfte steht an allererster Stelle“, erklärt der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, Oliver Wernersbach.

Vereinzelt wurden gering erhöhte Messwerte im direkten Ausbreitungsbereich der Rauchwolke festgestellt. Weitere Messungen haben jedoch kurz darauf wieder unkritische Werte ergeben.

Im Zuge des Einsatzes wurden durch Fachkräfte umfangreiche Luftmessungen im unmittelbaren Umfeld des Brandherdes durchgeführt. Die dabei direkt am Ort des Geschehens erfassten Messwerte zeigten vorübergehend erhöht nachweisbare Stoffkonzentrationen, wie sie bei einem Brandereignis grundsätzlich zu erwarten sind. Die fortlaufenden Kontrollmessungen in den angrenzenden Bereichen ergaben keine entsprechenden Auffälligkeiten mehr. Die durchgeführten Nachmessungen bestätigten, dass sich die Luftqualität in den umliegenden Gebieten im unauffälligen Bereich bewegte.

Die zuständigen Stellen werden die Situation weiterhin beobachten und bei Bedarf zusätzliche Kontrollmessungen durchführen. Nach dem aktuellen Stand der Messungen liegen jedoch keine Hinweise auf eine anhaltende Belastung außerhalb des direkten Brandbereichs vor. Es haben sich stellenweise sichtbarer Ruß und Verbrennungsrückstände, insbesondere im Gemeindegebiet Sprendlingen niedergeschlagen. Eine besondere Gefahr besteht diesbezüglich nicht. Eine direkte Berührung soll vermieden werden. Die Rückstände können mit Wasser und Seife entfernt werden.

Derzeit sind etwa 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsdienste, THW und Polizei im Einsatz

Aktuell befinden sich Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes Mainz-Bingen im Einsatz in der Gau-Bickelheimer Straße im rheinhessischen Sprendlingen. Dort kam es aus bislang unbekannter Ursache zu einem Gebäudebrand in einem Industriebetrieb.Warnung an die Bevölkerung ging über die Warn-Apps raus: Für die Ortsgebiete Sprendingen und Pfaffen-Schwabenheim gilt, Fenster und Türen geschlossen halten sowie Klimaanlagen abschalten. Über mögliche verletzte Personen liegen uns aktuell noch keine Informationen vor.

Bei dem Großbrand in Sprendlingen hat der Landkreis die Einsatzleitung übernommen.


Wir informieren über den Einsatzverlauf.

In einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in Sprendlingen ist ein Feuer ausgebrochen. Dabei sind mehrere Gebäude auf dem Betriebsgelände betroffen, die in Vollbrand stehen. Aufgrund der Hitzeperiode ist die Löschwasserversorgung anspruchsvoll. Aufgrund der Brandausbreitung hat der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Mainz-Bingen, Yannick Georges, mit seinem Team die Einsatzleitung übernommen. Einheiten des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis sind im Einsatz.

Die Bevölkerung wurde per Warnapps vor Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigung gewarnt und aufgefordert, im Bereich Sprendlingen, Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten und das Einsatzgebiet zu meiden. Der Gefahrstoffzug führt kontinuierlich Luftmessungen im Einsatzgebiet durch.
An das Betriebsgelände direkt angrenzende Wohnhäuser wurden geräumt, sechs Bewohnerinnen und Bewohner werden von Einsatzkräften betreut.

Die Bahnstrecke bei Sprendlingen wurde sicherheitshalber gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Derzeit sind etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsdienste, THW und Polizei im Einsatz.