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Gemeinsam Lösungen finden: Lotsenhaus bringt Integrationsexperten zusammen

02.09.2026

Wie gelingt es, zugewanderte Menschen besser in Ausbildung und Arbeit zu bringen? Dieser Frage widmet sich das Lotsenhaus des Landkreises Mainz-Bingen mit verschiedene Fachstellen und Institutionen zusammen.

Das vom Integrationsbüro des Landkreises organisierte Treffen schafft Raum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in Migration und Integration und soll die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen bei der Arbeitsmarktintegration stärken.

Von der ersten Beratung über Fragen des Aufenthalts und der Anerkennung von Abschlüssen bis hin zur Vermittlung in Ausbildung und Beschäftigung: Die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen berührt viele unterschiedliche Zuständigkeiten. Das Lotsenhaus bringt deshalb Fachleute aus diesen Bereichen zusammen und schafft direkte Wege für den Austausch.

Beteiligt sind unter anderem verschiedene Bereiche der Kreisverwaltung, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA). Auch die Kreisvolkshochschule, die Stadt Ingelheim sowie weitere Akteure aus dem Bereich der Arbeitsmarktintegration bringen ihre Perspektiven ein.

Der regelmäßige Austausch hilft dabei, Informationen schnell weiterzugeben, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und bei individuellen Fragestellungen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Je nach Thema können künftig weitere Institutionen hinzugezogen werden. Bei Bedarf wurden auch konkrete Fälle gemeinsam besprochen. So verbindet das Lotsenhaus den allgemeinen fachlichen Austausch mit Fragen aus der täglichen Arbeit. Denn gerade bei komplexen Fragen, die mehrere Zuständigkeiten berühren, profitieren sowohl die Fachstellen als auch die Menschen, die Unterstützung suchen, von direkten Kommunikationswegen.

„Arbeitsmarktintegration gelingt nicht allein durch eine einzelne Stelle. Sie braucht gute Zusammenarbeit, abgestimmte Angebote und kurze Wege zwischen den verschiedenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Genau hier setzt das Lotsenhaus an: Wir wollen Fachwissen zusammenbringen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungen für die Menschen entwickeln, die bei ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit Unterstützung benötigen“, sagt Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn.

Bei dem Treffen standen unter anderem aktuelle gesetzliche Entwicklungen im Bereich der Grundsicherung auf der Tagesordnung. Außerdem stellte sich das Team für unbegleitete minderjährige Ausländer (umA) vor, das als Teil des Jugendamtes für die entsprechenden Aufgaben zuständig ist.