Großbrand auf einem Betriebsgelände in Welgesheim
20.06.2026
Abschlussmeldung (22.6, 15.40 Uhr) zum Einsatz des Brand- und Katastrophenschutzes Mainz-Bingen beim Großbrand in Welgesheim. Über 300 Kräfte waren im Einsatz, die 13 Verletzten sind mittlerweile alle wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Beim Großbrand am Wochenende in Welgesheim waren weit über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren, Hilfsdienste, Rettungsdienst, THW, Polizei und anderen Organisationen im Einsatz. Insbesondere die wetterbedingte Hitze und die brandbedingte Rauchentwicklung stellten große Anforderungen an alle eingesetzten Kräfte vor Ort. Durch die Sommerhitze, die vom Brand ausgehende Wärmestrahlung und die Rauchentwicklung war der Einsatz vor allem für Atemschutzgeräteträger dabei besonders anspruchsvoll und belastend.
Gerade auch vor diesem Hintergrund hat sich wieder gezeigt, wie wichtig die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten im Katastrophenschutz im Landkreis Mainz Bingen ist. Bei der Vielzahl von unterschiedlichen vor Ort im Einsatz befindlichen Fachrichtungen und der großen Personenzahl ist die Koordination durch die Einsatzleitung, aber auch der Einsatz und das Engagement jeder einzelnen Einsatzkraft entscheidend für den Einsatzerfolg. Hier kann man klar feststellen, dass die eingeübten Strukturen gegriffen und zum Einsatzerfolg beigetragen haben. Dies gilt ausdrücklich auch für die Einsatzkräfte aus den Städten Mainz und Worms und den Nachbarkreisen Bad Kreuznach und Alzey-Worms, die vor Ort in Welgesheim, aber auch bei der Sicherstellung des Grundschutzes, unterstützt haben.
Leider mussten bei diesem Einsatz 13 verletzte Einsatzkräfte versorgt werden. Dabei wurden zwei Einsatzkräfte durch einen geplatzten Schlauch verletzt. Elf Personen mussten mit Kreislaufproblemen und Beeinträchtigungen durch Rauchgase behandelt werden, insgesamt elf Personen wurden vorsorglich in eines der umliegenden Krankenhäuser gefahren. Sämtliche Einsatzkräfte konnten die Krankenhäuser zwischenzeitlich wieder verlassen.
Wichtige Hinweise
Zu Brandursache und Schadenshöhe können seitens des Katastrophenschutzes keine Angaben gemacht werden. Ansprechpartner wäre hier die Betreiberfirma Remondis bzw. die Polizei.
Für weitergehende Presseanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Kreisverwaltung Mainz-Bingen unter 06132 787 1012 bzw. presse@mainz-bingen.de oder die Verbandsgemeindeverwaltung Sprendlingen-Gensingen unter 06701 8146 bzw. info@vg-sg.de
Großbrand in Welgesheim, Stand 21.6., 7.30 Uhr
Beim Großbrand auf dem Betriebsgelände eines Recycling-Betriebes in Welgesheim haben die Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Leitstellenbereiches Mainz in der Nacht einen entscheidenden Einsatzerfolg erzielt. Das Feuer ist gelöscht. Der Einsatz dauert jedoch weiterhin an.
Betroffen war eine Lagerhalle mit rund 100 Tonnen Gewerberestmüll. Das Brandgut wurde mit technischem Gerät aus dem betroffenen Bereich herausgezogen, auf einer Freifläche verteilt und dort gezielt abgelöscht. Der offene Brand ist gelöscht. Derzeit laufen Nachlöscharbeiten, Kontrollen auf mögliche Glutnester sowie weitere Sicherungsvorkehrungen.
Die Gesamteinsatzleitung liegt wieder bei der Kommune. Unterstützt werden die Schritte unter anderem durch Kräfte aus Mainz, den Landkreisen Alzey-Worms und Bad Kreuznach, das Technische Hilfswerk, den Rettungsdienst sowie weitere Hilfsorganisationen. Der Grundschutz für die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen ist weiterhin sichergestellt.
Warnung der Bevölkerung zurückgenommen
Die Warnung der Bevölkerung wurde nach Bewertung der aktuellen Lage und der Messergebnisse zurückgenommen. Die zuvor über Warn-Apps und das Modulare Warnsystem verbreiteten Verhaltensempfehlungen gelten damit nicht mehr.
Im direkten Umfeld der Einsatzstelle kann es dennoch weiterhin vereinzelt zu Geruchsbelästigungen kommen, insbesondere durch Nachlöscharbeiten und das Bewegen von Brandgut. Rauch ist grundsätzlich weiterhin zu meiden. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, den Bereich um die Einsatzstelle weiterhin nicht aufzusuchen und die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Messungen der Umgebungsluft
Die Umgebungsluft wurde im Einsatzverlauf fortlaufend durch spezialisierte Messkräfte und Fachberater überwacht. Nach aktuellem Stand liegen außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen vor.
Medizinische Versorgung von Einsatzkräften
Der Einsatz stellte die Einsatzkräfte über viele Stunden vor erhebliche körperliche Herausforderungen. Grund hierfür waren die lange Einsatzdauer, die Rauchentwicklung, die Arbeit unter Atemschutz sowie die hohe Belastung im direkten Einsatzbereich. Im bisherigen Einsatzverlauf wurden 13 Einsatzkräfte medizinisch versorgt, davon insgesamt neun Einsatzkräfte zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Lebensgefahr. Die Einsatzleitung achtet weiterhin auf regelmäßige Ablösung, Ruhezeiten, Verpflegung, Flüssigkeitsversorgung und hygienische Maßnahmen für die eingesetzten Kräfte.
Bahnstrecke Bingen–Worms
Die Bahnstrecke Bingen–Worms war aufgrund der Rauchentwicklung und möglicher Sichtbehinderungen gesperrt. Nach aktueller Bewertung ist eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs ab etwa 6 Uhr vorgesehen. Die finale Freigabe erfolgt in Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn. Reisende werden weiterhin gebeten, sich vor Fahrtantritt direkt bei der Deutschen Bahn und den Verkehrsunternehmen über mögliche Einschränkungen zu informieren.
Einsatz geht in Nachlöscharbeiten und Kontrollphase über
Nach dem Löschen des Feuers geht der Einsatz in die Phase der Nachlöscharbeiten, Kontrolle und des schrittweisen Rückbaus über. Die Einsatzleitung bereitet zudem die Übergabe in örtliche Einsatzstrukturen vor. Das anfallende Löschwasser wird zurückgehalten. Die weiteren Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen.
Brandursache
Zur Brandursache können weiterhin keine Angaben gemacht werden. Ermittlungen sind erst möglich, wenn der betroffene Bereich sicher betreten werden kann.
Nächste Informationen
Die Pressestelle des Brand- und Katastrophenschutzes Mainz-Bingen informiert erneut bei wesentlichen Lageänderungen. Medienanfragen werden zentral über die Pressestelle des Katastrophenschutzes Landkreis Mainz-Bingen beantwortet.
Großbrand in Welgesheim, Stand 23 Uhr
Welgesheim. Der Großbrand auf dem Betriebsgelände der Firma Remondis in Welgesheim beschäftigt den Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Mainz-Bingen weiterhin. Aufgrund der anhaltenden Lage und des hohen Gefahrenpotenzials wurde die Einsatzstufe zwischenzeitlich auf „Brand 4“ erhöht. Die Gesamteinsatzleitung übernahm um 19.45 Uhr der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Mainz-Bingen, Yannick Georges.
In einer Lagerhalle brennen weiterhin rund 100 Tonnen Gewerberestmüll. Die Löscharbeiten dauern an und werden nach Einschätzung der Einsatzleitung noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Zur Unterstützung sind auch Kräfte der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim im Einsatz. Das Brandgut wird inzwischen mit Hilfe von Baggern auseinandergezogen und gezielt abgelöscht.
Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Aktuell sind rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz. Aufgrund der hohen körperlichen Belastung werden laufend zusätzliche Kräfte zur Ablösung nachalarmiert. Atemschutzgeräteträger aus dem Landkreis Bad Kreuznach unterstützen die Maßnahmen im unmittelbaren Brandbereich.
Die hohe thermische Belastung stellt die Einsatzkräfte seit Stunden vor besondere Herausforderungen. Die Einsatzleitung legt daher besonderen Wert auf regelmäßige Ruhezeiten, ausreichende Flüssigkeitsversorgung sowie den kontinuierlichen Austausch der eingesetzten Atemschutztrupps.
Warnung der Bevölkerung bleibt bestehen
Die weithin sichtbare Rauchsäule ist weiterhin deutlich ausgeprägt und zieht unverändert in Richtung der Ortslagen Welgesheim und Zotzenheim. Durch Messtrupps und Fachberater Gefahrstoffe werden fortlaufend Luftmessungen durchgeführt. Bislang liegen keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereiches vor. Die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöste Warnung für die Bevölkerung bleibt weiterhin aktiv.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die Bahnstrecke Bingen – Worms bleibt aufgrund der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Sichtbehinderungen weiterhin voll gesperrt. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn wird die Lage fortlaufend bewertet. Angaben zur Dauer der Sperrung können derzeit noch nicht gemacht werden.
Fortlaufende Messungen der Umgebungsluft
Um Sicherstellen zu können, dass auch weiterhin die Bevölkerung unmittelbar vor Gefahrstoffen in der Luft gewarnt werden kann, sind mittlerweile drei Erkundungsfahrzeuge, sogenannte CBRN-Erkunder, der Feuerwehr zur Messung der Luftqualität rund um das Einsatzgebiet unterwegs. Neben dem Landkreis unterstützen auch die Berufsfeuerwehren aus Mainz und Worms.
Besuch der Kreisspitze
Der Erste Beigeordnete des Landkreises Mainz-Bingen, Steffen Wolf, machte sich am Abend in Vertretung des Landrates Thomas Barth persönlich ein Bild von der Einsatzlage vor Ort. Im Gespräch mit der Einsatzleitung informierte er sich über den aktuellen Stand des Einsatzes und dankte den eingesetzten Kräften für ihren professionellen und engagierten Einsatz unter den schwierigen Bedingungen.
Verletzte Einsatzkräfte
Der Einsatz unter den hohen sommerlichen Temperaturen fordert die Einsatzkräfte weiterhin erheblich. Im bisherigen Einsatzverlauf mussten insgesamt sieben Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Drei von ihnen wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Lebensgefahr besteht nach aktuellem Kenntnisstand in keinem Fall.
Brandursache
Zur Ursache des Brandes können derzeit keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen hierzu werden durch die zuständigen Ermittlungsbehörden aufgenommen beziehungsweise durchgeführt. Der Brandort kann aufgrund des laufenden Einsatzgeschehens aktuell noch nicht durch die Ermittler betreten werden.
Die Löscharbeiten dauern weiterhin an. Ein Ende des Einsatzes ist derzeit noch nicht absehbar. Die Einsatzleitung geht davon aus, dass die Nachlöscharbeiten noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen werden.
Nächste Information
Die Pressestelle des Brand- und Katastrophenschutzes Mainz-Bingen wird über wesentliche Entwicklungen zeitnah informieren. Weitere Informationen folgen, sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Ein Pressesprecher des Brand- und Katastrophenschutzes ist weiterhin vor Ort.
Großbrand in Welgesheim, Stand 20.15 Uhr
Welgesheim. Seit den späten Nachmittagsstunden befindet sich der Katastrophenschutz des Landkreises Mainz-Bingen bei einem Großbrand auf dem Betriebsgelände der Firma Remondis in Welgesheim im Realeinsatz.
Seit 16.35 Uhr brennen in einer dortigen Lagerhalle derzeit rund 100 Tonnen Gewerbe-Restmüll. Durch das Brandereignis ist eine deutliche und weithin sichtbare Rauchsäule entstanden, die aktuell in Richtung der Ortslagen Welgesheim und Zotzenheim zieht. Aktuell wird die Umgebungsluft von Spezialkräften gemessen.
Warnung der Bevölkerung und Sicherheitsmaßnahmen
Die Warn-App MoWAs (Modulares Warnsystem) wurde umgehend ausgelöst, um die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten zu informieren. Die Einsatzleitung bittet alle Bürgerinnen und Bürger dringend darum, folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten:
- Fenster und Türen geschlossen halten.
- Lüftungs- und Klimaanlagen komplett abschalten.
- Das betroffene Gebiet weiträumig umfahren, um die Rettungswege für die Einsatzkräfte freizuhalten.
Auswirkungen auf den Schienenverkehr
Aufgrund der extremen Rauchentwicklung und der damit verbundenen Sichtbehinderungen musste die benachbarte Bahnstrecke zwischen Bingen und Worms bis auf Weiteres voll gesperrt werden. Reisende werden gebeten, sich über aktuelle Verzögerungen bei den Verkehrsbetrieben und der Deutschen Bahn zu informieren.
Einsatzkräfte vor Ort
Unter der Leitung von Einsatzleiter Tom Riedel (Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen) sind derzeit rund 165 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes der Landkreises Mainz-Bingen im Dauereinsatz. Hierbei arbeiten Einheiten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie des Technischen Hilfswerks (THW) Hand in Hand. Um die Sicherheit in der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen auch während des laufenden Großbrandes lückenlos zu garantieren, wird der sogenannte Grundschutz durch eine Brandschutzkomponente des benachbarten Landkreises Alzey-Worms sichergestellt.
Verletzte Einsatzkräfte
Der Einsatz unter extremen Hitze-Bedingungen fordert den Kräften aktuell alles ab. Im bisherigen Verlauf mussten leider sechs Einsatzkräfte aufgrund der enormen Hitzeeinwirkung medizinisch versorgt werden. Zwei von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Wir wünschen den verletzten Kameraden eine schnelle und vollständige Genesung.
Ein Pressesprecher des Brand- und Katastrophenschutzes ist vor Ort. Die Pressemeldung wird fortlaufend aktualisiert.
Für Rückfragen von Medienvertretern ist die Pressestelle des Katastrophenschutzes Landkreis Mainz-Bingen ab sofort über das Pressehandy erreichbar:
Pressetelefon: 0151-51226502
Email: S5@kv-mainz-bingen.de
