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Trinkwasser und Infrarotkamera: Kreisverwaltung Mainz-Bingen zeigt Hitzeschutz hautnah

19.08.2026

Hitze wird spürbar: Der Klimarundgang der Kreisverwaltung Mainz-Bingen machte eindrucksvoll sichtbar, wie unterschiedlich sich verschiedene Flächen an heißen Tagen aufheizen.

Trinkwasserbrunenn
Infrarotkamera

Der Fachbereich Klimaanpassung, Energiemanagement und Klimaschutz sowie das Betriebliche Gesundheitsmanagement hatten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um über Gesundheitsvorsorge bei Hitze zu informieren, praktische Tipps zu vermitteln und den neuen öffentlichen Trinkwasserbrunnen einzuweihen und vorzustellen.

Von Flüssigkeitszufuhr über Bewegung bis zum Umgang mit hohen Temperaturen: Der Tag der Hitzeprävention zeigte, wie einfache Veränderungen helfen können, den Körper an heißen Tagen zu entlasten. Referentin Franziska Erdmann erklärte, wie der Körper seine Temperatur reguliert, woran sich eine beginnende Dehydratation erkennen lässt und welche Getränke den Flüssigkeitshaushalt unterstützen.

Auch Bewegung und Erholung standen im Mittelpunkt. Bei einem Stuhl-Workout lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sanfte Übungen kennen, die Kreislauf und Körper schonen. Ein weiterer Vortrag vermittelte Tipps zu Schlaf, Ernährung und Bewegung an heißen Sommertagen.

Besonders großen Zuspruch fand am Nachmittag der neue Trinkwasserbrunnen. Landrat Thomas Barth weihte den Brunnen vor dem Dienstgebäude der Kreisverwaltung in der Georg-Rückert-Straße 11 in Ingelheim ein. Er steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und bietet eine frei zugängliche Möglichkeit, Trinkflaschen mit sauberem Trinkwasser aufzufüllen.

„Hitze ist längst keine reine Frage des persönlichen Wohlbefindens mehr. Hohe Temperaturen können den Körper erheblich belasten. Deshalb wollen wir als Landkreis Wissen vermitteln und konkrete Angebote schaffen. Der neue Trinkwasserbrunnen ist dafür ein sichtbares Beispiel: Er bietet Bürgerinnen und Bürgern kostenlos und öffentlich zugänglich sauberes Trinkwasser und zeigt, dass Hitzeschutz auch ganz praktisch im Alltag ankommen muss“, sagt Landrat Thomas Barth.

Finanziert wurde der Brunnen durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz. Damit ergänzt der Landkreis seine Aktivitäten zur Anpassung an steigende Temperaturen um ein weiteres konkretes Angebot.

Auch der Klimarundgang mit der Infrarotkamera in Kooperation mit der Stadt Ingelheim fand großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wie groß die Unterschiede von gespeicherter Hitze sein können, zeigte der Vergleich zwischen Asphalt und einer begrünten Fläche: Während sich versiegelte Flächen in der Sonne stark aufheizen, bleiben Grünflächen deutlich kühler. Damit wurde anschaulich, welche Bedeutung Bäume, Pflanzen, Schatten und entsiegelte Flächen für ein angenehmes Mikroklima haben.

Bettina Niestrath von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz begleitete den Klimarundgang. Die Aufnahmen machten die Auswirkungen sommerlicher Hitze sichtbar und bildeten die Grundlage für die gemeinsame Auswertung.