Kulturprojekte
Kultur in allen möglichen Facetten ist längst ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens im Landkreis Mainz-Bingen geworden. Dazu gibt es vielfältige Angebote.
Ehrenbrief des Landrates 2025
Vielfältiges kulturelles Engagement ausgezeichnet: Landrat verleiht Ehrenbriefe
Kulturelles Engagement wird im Landkreis Mainz-Bingen großgeschrieben: In einer Feierstunde im Kreistagssaal zeichnete Landrat Thomas Barth als Vorsitzender der Stiftung „Kultur im Landkreis“ zwölf Persönlichkeiten mit dem Ehrenbrief aus, die sich durch ihren kulturellen und ehrenamtlichen Einsatz hervorgetan haben. Ob in Theatern, Gesangs- und Fastnachtsvereinen oder bei der Pflege von Brauchtum und musikalischem Nachwuchs – die Tätigkeitsbereiche der Geehrten sind vielfältig. Die Auszeichnung wird mit jeweils 250 Euro honoriert.
„Es ist mir eine besondere Freude, den Menschen Dank und Anerkennung auszusprechen, die sich in herausragender Weise für das kulturelle Leben im Landkreis engagieren. Die Geehrten stehen stellvertretend für alldiejenigen, die sich mit Herzblut für unsere Kulturlandschaft engagieren“, betonte Landrat Thomas Barth. „Unsere Gesellschaft fußt auf diesem tatkräftigen Mitwirken. Daher ist es mir eine wichtige und zugleich angenehme Aufgabe, Ihnen die öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die Sie verdient haben.“
Jutta Albrecht aus Essenheim ist seit 1976 Mitglied der Chorgemeinschaft Essenheim 1846 und war bis 2021 aktive Sängerin. Seit 1981 leitet sie die Theatergruppe „Die Zwewweldappscher“ als Regisseurin, Drehbuchautorin und Ideengeberin. Sie ist die „Seele“ der Truppe und verantwortlich für Inszenierung, Bühnenbild, Kostüme und Aufführungen, darunter Krimidinner und Live-Musicals.
In Waldalgesheim engagiert sich Sven Eckes seit 2010 als aktives Mitglied und 1. Vorsitzender der Theatergruppe „Die Winzerkinder“. Er ist verantwortlich für die Auswahl der Stücke, die Regie und spielt stets eine Hauptrolle. Unter seiner Führung wurde die Theatergruppe offiziell als Verein gegründet. Zudem ist er seit über 40 Jahren in der Karnevalsszene aktiv, unter anderem als Tänzer, Sitzungspräsident und Leiter von Gesangsgruppen, und sorgt für den reibungslosen Ablauf aller Vereinsveranstaltungen.
Ulrike Knappen-von den Driesch aus Ingelheim engagiert sich seit über 45 Jahren für den Verein „Freunde des Eurofolkfestivals Ingelheim“, der das Festival organisiert und kulturellen Austausch sowie Völkerverständigung fördert. Sie war Vorsitzende, betreute das Verpflegungsangebot, gestaltete Musik- und Workshopprogramme und kümmerte sich um Sicherheitskonzepte sowie Kontakte zu Behörden. Ihr Engagement hat das Festival zu einem festen Termin für viele Jugendliche im Kreis Mainz-Bingen gemacht.
Die Lörzweilerin Pia Lang engagiert sich seit fünf Jahrzehnten im katholischen Kirchenchor Cäcilia 1838 als Sängerin, stellvertretende Dirigentin und Schauspielerin bei den Theateraufführungen des Chores. In jeder Aufführung begeistert sie mit ihrem Laienschauspiel, den Ansagen und der Moderation.
Konrad Maier aus Klein-Winternheim engagiert sich seit vielen Jahren im Musikverein Klein-Winternheim und leitet seit 2007 das Jugendorchester sowie seit 2009 das Erwachsenenorchester. Er initiierte das „Mini-Orchester“ für Anfänger und strukturierte die Jugendausbildung grundlegend neu. Mit Projekten wie der Kooperation mit der Paul-Klee-Grundschule und dem „Instrumentenkarussell“ fördert er nachhaltig musikalische Bildung und Nachwuchsarbeit.
Seit über zehn Jahren leiten Petra Pappert und Jörg Maschtschenko aus Weiler und Waldalgesheim das Catering- und Ausschankteam des Weilerer Carneval Vereins. Sie kümmern sich von der Planung über Einkauf, Einweisung der Helfer bis hin zum problemlosen Ablauf aller Veranstaltungen und sind stets mit großem Engagement dabei.
Adam J. Schmitt aus Weiler war 50 Jahre lang Mitglied und Vorsitzender des Männergesangsvereins 1886 und eine tragende Stütze des Vereins. Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahrzehnten für die Heimatfreunde am Mittelrhein und das Heimatjahrbuch sowie zahlreiche weitere kulturelle Projekte in der Region.
Der Gensinger Markus Weickardt engagiert sich seit rund 20 Jahren für das Grolsheimer Laientheater „Theatro Prosecco“. Ob Kindertheater, Boulevardkomödien oder Jubiläumsaufführungen – er organisiert alle Produktionen in Eigenregie, wobei der Erlös stets der Grolsheimer Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ zugutekommt.
Seit 2014 ist Peter Vollmer aus Bingen Mitglied der Denkmalgesellschaft und im Hintergrund stets aktiv. Er unterstützt als Kranführer bei Führungen und ist bei allen Vereinsveranstaltungen stets zur Stelle.
Christa Winter aus Ingelheim ist seit 1976 eine tragende Säule des Heidesheimer Carneval Vereins. Sie kümmert sich bis heute um das leibliche Wohl bei Veranstaltungen und unterstützt den Verein mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail.
Der Dexheimer Wolfgang Weyell gründete 1995 das Projekt „Kultur auf dem Hof“ auf seinem Weingut. Es ist ein regionales Aushängeschild für ein vielfältiges kulturelles Angebot mit jährlich rund fünfzig Konzerten und Kleinkunstveranstaltungen. Unter seiner Leitung traten zahlreiche nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler auf.
Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte Emil Vettel, Klavierschüler der Musikschule im Weiterbildungszentrum Ingelheim.
Heimatjahrbuch
Im Heimatjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen gibt es für interessierte Leserinnen und Leser viele Artikel, Gedichte sowie Rückblicke zu Themen, die den Landkreis und die Menschen bewegen. Es soll dabei nicht nur unterhalten, sondern auch die abwechslungsreiche Geschichte unserer Region und die unverwechselbare Landschaft aufzeigen und in Erinnerung rufen.
Die Publikation ist ein Gemeinschaftswerk des Landkreises, der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V. und der Agentur für Kommunikation und Marketing „publicum“.
Im November 2027 erscheint die bereits 71. Auflage.
Das aktuelle Heimatjahrbuch (Ausgabe 2026 mit dem Schwerpunktthema Demokratiegeschichte) sowie vorherige Jahrgänge sind im Kulturbüro der Kreisverwaltung und im Buchhandel zu erwerben. Bestellungen werden per Mail an kultur@mainz-bingen.de angenommen.

Kreisfastnachtssitzung
Natürlich darf in der Region auch die „fünfte Jahreszeit“ nicht fehlen. Daher präsentiert der Landkreis seit 1999 die Spitzenkräfte der Mainz-Binger Karnevalsvereine vereint bei seiner kreiseigenen Fassenachtssitzung. Neben Musik, Tanz, Kokolores findet mit dem traditionellen Ordensempfang ein karnevalistisches Zusammentreffen mit Persönlichkeiten aus der Region Mainz-Bingen statt. Landrat Thomas Barth zeichnet dabei verdiente Fassenachter mit dem Landkreisorden aus.
Der Termin für 2027 wird noch bekanntgegeben. Sie Sitzung wird wieder in Bingen im Rheintal-Kongress-Zentrum stattfinden.
Kartenpreis: 20 Euro
Anmeldung per E-Mail an hlmnz-bngnd
Kulturpreis des Landkreises Mainz-Bingen
Um kulturelles Engagement zu würdigen, verleiht der Landkreis Mainz-Bingen seit 1995 jährlich einen Kulturpreis für besondere Leistungen auf kulturellem, künstlerischem Gebiet. Seither erfolgt dieser im jährlichen Wechsel der Sparten Literatur, Musik und Gestalterische/Bildende Kunst.
Der Kulturpreis ist mit einem Geldpreis in Höhe von 3000 Euro dotiert und gliedert sich wie folgt: Erster Preis 1500 Euro; zweiter Preis 1000 Euro, dritter Preis 500 Euro. Die Preisvergabe erfolgt durch den Beirat der Stiftung „Kultur im Landkreis“ Mainz-Bingen.
Der Kulturpreis 2026 ist im Bereich Literatur ausgeschrieben, hier geht es zur Ausschreibung und zum dazugehörigen Teilnahmebogen.

Literaturreihe Rheinhessen liest
Ein weiteres jährliches Highlight ist die Reihe „Rheinhessen liest“, bei der im November Lesungen in Weingütern und Straußwirtschaften stattfinden. Organisiert wird die renommierte Lesereihe von den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms, den Städten Mainz und Worms, der Stiftung „Kultur im Landkreis Mainz-Bingen“, den Kreisvolkshochschulen Mainz-Bingen und Alzey-Worms sowie Rheinhessen-Marketing e.V.
Zahlreiche Lesungen von Künstlern aus der Region warten auf die Zuhörerinnen und Zuhörer. Der Eintrittspreis beträgt jeweils fünf Euro. Dabei werden nicht nur eigene Texte, sondern auch altbekannte Werke vorgetragen. Von Krimis über Mundart und bis hin zu Prosa – bei den vielseitigen Lesungen kommt jeder auf seine Kosten.
Das Programmheft für die Lesereihe 2026 wird im September hier veröffentlicht.

