
Asyl & Integration
Um den vielfältigen Herausforderungen und Bedürfnissen einer steigenden Zahl an Asylsuchenden gerecht zu werden, wurde in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen der Fachbereih "Asyl und Integration" ins Leben gerufen. Sein zentrales Anliegen: die nachhaltige Integration neu zugewanderter Menschen im Landkreis zu fördern und zu begleiten.
Unterstützt wird die Kreisverwaltung dabei durch den Beauftragten für Integration und Migration des Landkreises Mainz-Bingen, Stefan Bastiné.
Integrationsbüro stärkt Vernetzung und Teilhabe
Das Integrationsbüro des Landkreises Mainz-Bingen versteht sich als zentrale Koordinierungs- und Vernetzungsstelle innerhalb der kommunalen Integrationsarbeit. Ziel ist es, Integrationsprozesse auf Kreisebene strategisch weiterzuentwickeln, relevante Akteure zusammenzubringen und bedarfsorientierte Strukturen nachhaltig zu stärken.
Die Arbeit des Integrationsbüros richtet sich dabei bewusst nicht auf die klassische Einzelfallbetreuung, sondern auf übergeordnete Koordinierungs-, Vernetzungs- und Steuerungsaufgaben. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Zusammenarbeit mit Fachstellen, Bildungsträgern, Beratungsangeboten, Verwaltungen sowie weiteren integrationsrelevanten Akteuren im Kreis.
„Integration ist eine gesamtgesellschaftliche und kommunale Querschnittsaufgabe. Damit Integration nachhaltig gelingen kann, braucht es funktionierende Netzwerke, abgestimmte Strukturen und einen kontinuierlichen Austausch zwischen den beteiligten Stellen“, betont die Beigeordnete Almut Schultheiß-Lehn.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Arbeitsmarktintegration von zugewanderten Menschen. Der Zugang zu Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung gilt als wichtiger Baustein für gesellschaftliche Teilhabe und langfristige Integration.
Um bestehende Angebote besser aufeinander abzustimmen und Synergien zu schaffen, initiiert und begleitet das Integrationsbüro unterschiedliche Austausch- und Veranstaltungsformate. Hierzu zählen u.a. das ämterübergreifende Netzwerkformat „Lotsenhaus“, der regelmäßige „Fachaustausch Integration“ mit Beratungsstellen und Fachakteuren sowie arbeitsmarktorientierte Veranstaltungsformate wie die Ausbildungsplatzbörse, die Pflege- und Gesundheitsmesse oder der Infobörse zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

Förderprogramm stärkt kommunale Integrationsarbeit
Darüber hinaus beteiligt sich der Landkreis Mainz-Bingen am Förderprogramm „Kommunales Integrationsmanagement RLP“ (KIM). Das Förderprogramm unterstützt Kommunen dabei, Integrationsstrukturen bedarfsorientiert weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit relevanter Akteure gezielt zu stärken.
Im Kreis liegt der aktuelle thematische Schwerpunkt von KIM auf der „beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe zugewanderter Frauen“.
Hintergrund ist die Erkenntnis, dass insbesondere zugewanderte und geflüchtete Frauen beim Zugang zu Sprachförderung, Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung häufig vor besonderen Herausforderungen stehen. Gleichzeitig besteht hier ein großes Potenzial für gesellschaftliche Teilhabe und die aktive Mitgestaltung des sozialen und beruflichen Lebens im Landkreis.
Vor diesem Hintergrund plant das Integrationsbüro, niedrigschwellige Angebote aufzubauen und stärker mit lokalen Netzwerkstrukturen zu verknüpfen. Perspektivisch sollen u.a. interkulturelle Frauengruppen in den Verbandsgemeinden als Orte des Austauschs, der Information und der Vernetzung etabliert werden.
Dort sollen künftig unterschiedliche Themenfelder wie Arbeit und Beruf, Ausbildung, Sprachförderung, gesellschaftliche Teilhabe sowie Frauengesundheit aufgegriffen und mit bestehenden Unterstützungsangeboten verknüpft werden. Ziel ist es, Zugänge zu relevanten Informationen und Angeboten zu erleichtern sowie die Vernetzung zwischen Fachstellen, Trägern und den Frauen vor Ort zu stärken.
Mit seiner Arbeit verfolgt das Integrationsbüro das Ziel, die kommunale Integrationsarbeit im Landkreis Mainz-Bingen nachhaltig weiterzuentwickeln und gemeinsam mit einem breiten Netzwerk tragfähige Strukturen für gesellschaftliche Teilhabe zugewanderter Menschen zu schaffen.
Aktuelles und Termine
| Termin | Veranstaltung |
|---|---|
| 09. November 2026, 09:30-13 Uhr, Kreisverwaltung, Kreistagssaal, Georg-Rückert-Str. 11, 55218 Ingelheim | Gesundheits- und Pflegebörse |
| 03. November 2026, 16-19 Uhr, Kreisverwaltung, Kreistagssaal, Georg-Rückert-Str. 11, 55218 Ingelheim | Frauengesundheit im Kontext von Migration und Flucht |
| 20. Oktober 2026, 09:30-11:30 Uhr, Jugendtreff, Pariser Straße 151, 55268 Nieder-Olm | Internationales Frauentreffen |
| 24. September 2026, 10-12 Uhr, Kreisverwaltung, Konrad-Adenauer-Str. 34, 55218 Ingelheim | Fachaustausch Integration |
| 31. August 2026, 10-12 Uhr, Caritaszentrum St. Elisabeth, Schultheiß-Kollei-Str. 25, 55411 Bingen | Frauencafé mit Schwerpunkt Arbeit/Ausbildung, Kooperation mit der KAUSA Landesstelle |
| 27. August 2026, 9-11:30 Uhr, Kreisverwaltung, Georg-Rückert-Str. 11, 55218 Ingelheim | Lotsenhaus |
| 12. August 2026, 10-12 Uhr, Haus der Vereine, Laubenheimer Str. 22, 55294 Bodenheim | Internationales Frauentreffen: Integration stärken, Teilhabe von Frauen fördern |
| 25. Juni 2026, 10-12 Uhr, Tresor Café, St. Johanner Str. 19, 55576 Sprendlingen | Internationales Frauentreffen: Integration stärken, Teilhabe von Frauen fördern |
Weitere Veranstaltungen
Im Laufe des Jahres finden weitere Veranstaltungen rund um die Themen Integration, Bildung und berufliche Teilhabe statt. Dazu gehören weitere Internationale Frauentreffen, die Ausbildungsplatzbörse „Last Minute in deine berufliche Zukunft“, die Informationsbörse zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie die Berufsinfomesse BIM. Darüber hinaus werden die Mainzer Ausbildungsmesse für Pflegeberufe, der Neujahrsempfang des Beirats für Migration und Integration sowie Informations- und Netzwerkveranstaltungen durch das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) angeboten.
Die Zahl der zugewiesenen Geflüchteten durch das Land Rheinland-Pfalz steigt weiter an - so auch im Landkreis Mainz-Bingen. Die Aufnahmekapazitäten in den Kommunen sind inzwischen nahezu erschöpft. Das oberste Ziel bleibt aber auch weiterhin, die Geflüchteten gut und menschenwürdig unterzubringen. Der Kreis setzt dafür auch auf Notunterkünfte. Auf der Sonderseite zur Unterbringung von Geflüchteten hat der Kreis eine Übersicht der Notunterkünfte zusammengestellt.
Ausgehend von der Hoffnungsträger-Stiftung haben der Landkreis Mainz-Bingen, Boehringer Ingelheim und die Stadt Ingelheim gemeinsam das Wohnprojekt "Hoffnungshäuser" ins Leben gerufen. Hier sollen künftig Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete unter einem Dach leben.
Mehr zum Projekt gibt es hier.
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26.06.2026Erfolgreiches Frauentreffen in der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen
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